Ausstellung 1/18

Japanorama

Tanz - Logo

Gleich mehrere Ausstellungen und Performances aus Japan sind im Centre Pompidou in Metz zu sehen. Bei allen geht es der Kuratorin Yuko Hasegawa um den in den 1980er-Jahren entstandenen «postmodernen Futurismus», der die japanischen Künstler erfasste, etwa Rei Kawakubo, Gründerin der Modemarke Comme des Garçons, der aber auch Neo-Pop und Manga hervorbrachte (zu sehen in «Japanorama» bis 5. März).

Auch das Theater war infiziert, allen voran durch Dumb Type, ein 1984 in Kyoto gegründetes Kollektiv aus Künstlern, Choreografen und Informatikern um den Initiator Teiji Furuhashi (1960 – 1995). Der Tänzerkörper wurde einer aseptischen Techno-Ästhetik unterworfen, wie diese erste monografische Ausstellung in Europa an Hand so wegweisender Werke wie «pH» zeigt, in der ein riesiger Scanner wie in einem Fotokopierer über die Performer hinwegrast, oder der jüngsten Arbeit, «Memorandum Or Voyage». Die Ausstellung zu Dump Type ist vom 20. Januar bis zum 14. Mai zu sehen. Ein Jahr später, 1985, gründete Saburo Teshigawara in Tokio seine Kompanie Karas. Der Choreograf wird am 27. und 28. Januar zusammen mit Rihoko Sato seine neue Tanz-Installation «Absolute Absence» vorstellen, die bis zum 14. ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Januar 2018
Rubrik: Kalender, Seite 54
von Red.

Vergriffen
Weitere Beiträge
The Wind

In Großbritannien gibt es plötzlich eine kleine, wichtige Diskussion darüber, ob die Kunstform Ballett der Gleichberechtigung nicht schwer hinterherläuft. Anlass sind – neue! – Stücke des Royal Ballet, in denen Frauen verniedlicht werden oder ihnen Gewalt angetan wird. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war «The Wind» von Arthur Pita, in dem die...

Ballettroman

Fürsorge
Kohlenmonoxid riecht nicht. Und Alexander Pepelyaev, ein Grande des zeitgenössischen Tanzes in Moskau, hat ganz sicher nie am Bolschoi choreografiert. Solche Fehler sind Nebensache, denn dieser Roman will vor allem provozieren: Eine 35-jährige Exballerina, die in Berlin an der Staatlichen Ballettschule unterrichtet, hat seitenweise Sex mit ihrem 16-jährigen...

Screening 1/18

Alle zwei Jahre veranstaltet die Europäische Rundfunkunion den TV-Concours «Eurovision Young Dancers», der sich nicht allein seiner Öffentlichkeit wegen großer Beliebtheit erfreut, sondern weil bei diesem Wettbewerb gleichrangig alles möglich ist: klassisches Ballett, zeitgenössischer Tanz oder Hip-Hop, und das einzeln wie im Ensemble. Im vergangenen Jahr hat er im...