Walzer, Studie; Foto: Marion Borriss

Auf dem Tanztrip

Aktivurlaub liegt im Trend – also Blasenpflaster einpacken und schauen, welche Wunder ein Wochenend-Intensivkurs mit Langsamem Walzer und Quickstep bewirken kann. Ein Selbstversuch.

Nein, nein, nein – der Chef setzt keinen Fuß auf eine Tanzfläche. Nie und nimmer! Dafür sind die Trainer zuständig – und die Kunden. Und damit fährt Jan de Vries bestens. Seine Geschäftsidee kam auf kuriose Weise zustande. Vor gut zehn Jahren trat ein Möbelhaus – «Sie wissen schon, das mit den vier gelben Buchstaben» – an de Vries heran, einen Spezialreiseanbieter in Baden-Baden.

Für die Weihnachtsfeier wünschten sich die Auftraggeber von IKEA ein Hotel-Wochenende samt Tanzunterricht, «damit die Geschäftsführerin mal mit dem Lageristen tanzt und die Kassiererin mit dem Buchhalter». Team-Building per Tanz also. Nur hatte de Vries bis dahin nichts dergleichen organisiert. Er startete einen Rundruf bei lokalen Tanzschulen, trieb Tanzlehrer auf, buchte die Unterkunft – und landete einen Riesenerfolg. Mit dem Fazit: «Da geht was.» So stieß der Unternehmer auf eine Marktnische, in der er sich mit inzwischen sechs Angestellten prima behauptet. Wer immer sein Tanzhobby mit in den Urlaub nehmen möchte, stolpert garantiert über den Dienstleister, der unter dem Etikett «MAX tanzt» vom Intensiv-Wochenende über das Strand-Tanz-Event bis zur Kreuzfahrt alle erdenklichen Varianten ein und ...

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Tanz Januar 2018
Rubrik: Serie Gesellschaftstanz, Seite 66
von Dorion Weickmann

Vergriffen
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