Zaragoza am Ende

Zaragoza hat kein Ballett mehr

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Freitag, 18. März. Eine Demonstration im kleinen spanischen Zaragoza trauert um den Tod des Ballet de Zaragoza. 70 000 Unterschriften waren bis dahin gesammelt. Im Februar strich der Bürgermeister die Kompanie nach 25 Jahren von der Förderliste. Die Leiterin, Patsy Kuppe-Matt, trauert um 35 verlorene Jobs. Wie reagiert Spanien? Fatalistisch. Wo sind die großen spanischen Tänzer? In New York (Ángel Corella), San Francisco (Gonzalo García), London (Tamara Rojo), München (Lucia Lacarra), Paris (La Ribot) und Berlin (Juan Dominguez).

Nacho Duato wurde als Künstler durch das NDT bekannt, in Spanien ist er ein einsamer Meister. Hat, fragen sich spanische Intellektuelle, das Ballet de Zaragoza je ein Profil entwickelt? Ist das spanische Ballett überhaupt bekannt? Gab es, vor der Unterschriftensammlung, wirklich eine Verbindung zwischen dem Ballett und seinem einheimischen Publikum? Oder war es in Zaragoza nicht so, wie andernorts in Spanien auch: Ballett, anders als Flamenco, ist der Kultur fremd. Wäre es nicht Zeit, nach der Schließung von Zaragoza, endlich öffentlich nachzudenken, was für einen Stellenwert der Tanz in Spanien hat? Und wie man dafür sorgen könnte, dass sich Zaragoza ...

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Tanz April 2005
Rubrik: Magazin, Seite 13
von

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