Yegam zeigen «Break Out!»
Die fünf Strafgefangenen, die im Peacock Theatre vom Londoner Sadler’s Wells einen Tunnel graben, sind Tollpatsche per Definition und B-Boys per Profession. Die Mischung ist Slapstick à la Break und Martial Arts, das Stück heißt sinngemäß «Break Out! (aka Picnic)» – es ist die neuste Produktion der kreativen Köpfe, die mit «Jump» einen Welthit landeten: Seven Sense und die Yegam Theatre Company aus Seoul.
Sie sind wahnsinnig gut, die koreanischen B-Boys: leicht wie Pingpongbälle, wendig wie die Feldhasen auf der Flucht, geschmeidig wie nordafrikanische Straßenkatzen auf Balzgang. Und so sieht man ihnen auch eine schwache Nummer nach, bringen sie doch eine Breaknummer nach der anderen auf die Bühne. Wunderbar aber sind Szenen wie die Flucht durch das Labyrinth der Gräben mittels Puppen und in Puppenhausformat.
Spätestens dann, wenn die Ausbrecher nach dem Spital auch noch im Kloster landen, wünscht man sich nur gute Moves. Oder ein Bier. Denn die Geschichte ist obersimpel: Fünf Männer graben einen Tunnel und brechen aus dem Gefängnis aus, finden sich irgendwie auf der Flucht in einem Krankenhaus, dann in einer Kirche mitten unter Nonnen – und werden schließlich vom Schicksal ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Liliane Schaus, gebürtige Belgierin mit luxemburgischem Namen und französischer Staatsangehörigkeit, verfügt über exzellente Verbindungen zur Berliner Szene und den Kulturfördertöpfen in Brüssel. So ausgestattet, schmiedet die Kulturdiplomatin an der Zukunft einer europäischen Tanzachse von Berlin bis Portugal. Die Route führt über das Festival Uzès Danse, das auf...
Der Beinwärmer nennt sich «Hübbe», und wer Lust hat, sich darin wie der künftige Ballettdirektor Kopenhagens zu fühlen, kann ihn sich kaufen: Mette Bødtcher wird’s möglich machen. Wie einst ihre Mutter hat die ehemalige Ballerina und derzeitige Charaktertänzerin des Königlich Dänischen Balletts ihr Danish Dance Design auf den Geschmack der Kollegen abgestimmt....
Hans van Manen’s “Shimmering Wings”
Amsterdam, 1939. Tender slim fingers touch the worn metal of the family radio … a dissonant hiss and crackle shatter the solemn silence of the Sunday … Mother is away … he knows … the house is now his theatre … gently … ever so gently … with the impassioned concentration only a child can possess … the wooden partitions dividing...
