Tanzen nicht erwünscht. Verbotsschild in Tokio

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Es ist wieder so weit. Wir sind im Monat der schönen Wünsche. Weihnachten. Neues Jahr. Gute Vorsätze. Davor gibt’s natürlich den «Nussknacker», danach natürlich ein Katerfrühstück. Aber was wünschen wir uns in diesen Zeiten? «Weltfrieden» klingt schrecklich, obwohl es berechtigterweise der Klassiker ist unter allen guten Wünschen. Plastiklose Weltmeere ist auch so ein scheinheiliger Wunsch, steht er doch im klitzekleinen Widerspruch zu all den bunten Weihnachts-Gadgets, mit denen wir uns bald trösten werden. Natürlich könnte man auch Fair Trade verschenken.

Geht aber nach hinten los, sollte der oder die Beschenkte vom Theater leben wollen. Gemeint ist jene Institution, die sich seit Juli dieses Jahres für ihre Gäste auf eine Mindestgage von 200 Euro pro Vorstellung einlässt, plus Probenhonorar von 90 Euro am Tag, sprich: 11,25 Euro brutto pro Stunde – mit Ausnahme sogenannter kleiner Rollen, die nur 150 Euro pro Vorstellung und ein Probenhonorar von- 60 Euro pro Halbtag einbringen. Bei maximal fünf Vorstellungen pro Monat ist das alles andere als Fair Trade, denn Tanzschaffende, das versteht sich aus Verwaltungssicht, spielen immer nur eine «kleine Rolle». Hinter uns liegt aber ...

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Tanz Dezember 2017
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Arnd Wesemann

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