Thomas Lehmen
Wenn er eins nicht gelernt hat, dann das: Problemen aus dem Weg zu gehen. Thomas Lehmen stellt sich ihnen mit masochistischer Lust. So erweist sich Lehmen lernt am Ende als ein erheiternder Exkurs in Sachen Selbsterfahrung und -findung. Zunächst entpuppt sich der Performer allerdings als Kind im Mann, immer die Rassel griffbereit. Wie eine endlose Litanei wiederholt der Choreograf aus Berlin eine Stunde lang sein «Ich habe gelernt ...», ohne sein Auditorium zu ermüden. «Ich habe gelernt zu atmen ... zu schreien ... zu krabbeln ... zu spielen ...
Zeichen zu geben ...». Lehmen erweist sich im blauen Overall weder als Hohepriester der Kunst noch als Lehrmeister seiner selbst. Er ist, wer er ist: ein lernbegieriger Künstler, der nicht die geringste Scheu davor hat, sich zwischendurch auch mal mimisch zum Affen zu machen. Hauptsache, das Publikum zieht daraus Gewinn, und das fühlt sich bei der Tanzplattform in Stuttgart von dem choreografischen Clown bestens unterhalten. Sich eine rote Nase aufsetzend, hält Lehmen zum Schluss den Zuschauer selbst zum Narren – und lässt als Nachspiel eine Filmlektion folgen, von der man annehmen darf, dass ihm beim Lernen nicht unbedingt zum Lachen war ...
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heißt das Motto auf dem Tanzkongress in Berlin vom 20. bis zum 23. April. Theorie und Praxis wollen sich nah kommen. In kaum einer anderen Kunstform scheint dieses Bedürfnis größer zu sein. Und notwendiger. Es müssen Nährstoffe für eine Annäherung her. Zwischen Tänzer und Tanzprofessorin. Hier theoretisiert die Akademie die Wahrnehmung von Bewegung. Dort greift die...
They said he could not do it, that it was too late and his body was not right for movement. He responded by developing a path that has its origin in memory and the continuous redoing of the movement. Paulo Ribeiro, one of Portugal’s most important choreographers, reacted to criticism with choreographies that deconstructed the Portuguese “fado“ with tense humour and...
Im Februar 1999 erschienen in ballet-tanz Zeichnungen der Londoner Künstlerin Jo Brocklehurst (Foto Andrzej Wirth) zu einem Bericht vom Clubbing im Londoner Underground, ein Echo der Punkszene der 1980er. Brocklehurst war die Portraitistin dieser Szene, der Gender-Transgression, des Crossdressing, des exhibitionistischen S/M, um hinter der Maskerade das menschliche...
