Thomas Lehmen
Wenn er eins nicht gelernt hat, dann das: Problemen aus dem Weg zu gehen. Thomas Lehmen stellt sich ihnen mit masochistischer Lust. So erweist sich Lehmen lernt am Ende als ein erheiternder Exkurs in Sachen Selbsterfahrung und -findung. Zunächst entpuppt sich der Performer allerdings als Kind im Mann, immer die Rassel griffbereit. Wie eine endlose Litanei wiederholt der Choreograf aus Berlin eine Stunde lang sein «Ich habe gelernt ...», ohne sein Auditorium zu ermüden. «Ich habe gelernt zu atmen ... zu schreien ... zu krabbeln ... zu spielen ...
Zeichen zu geben ...». Lehmen erweist sich im blauen Overall weder als Hohepriester der Kunst noch als Lehrmeister seiner selbst. Er ist, wer er ist: ein lernbegieriger Künstler, der nicht die geringste Scheu davor hat, sich zwischendurch auch mal mimisch zum Affen zu machen. Hauptsache, das Publikum zieht daraus Gewinn, und das fühlt sich bei der Tanzplattform in Stuttgart von dem choreografischen Clown bestens unterhalten. Sich eine rote Nase aufsetzend, hält Lehmen zum Schluss den Zuschauer selbst zum Narren – und lässt als Nachspiel eine Filmlektion folgen, von der man annehmen darf, dass ihm beim Lernen nicht unbedingt zum Lachen war ...
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Music is no stranger to the work of Vera Mantero, the Portuguese choreographer who decided to start singing in 2000, performing material from the classic American repertoire to songs by Brazilian composer Caetano Veloso and the Zen universe of Portuguese poet Herberto Hélder. Some of her previous choreographies already established a relationship of dependency on...
Die Vermutung, dass der Titel des Stücks auch die Länge der Aufführung angebe, ist nicht falsch. Kevin O‘Days Choreografie dauert exakt so lang wie Steve Reichs Komposition «Music for 18 Musicians»: 70 Minuten. Solche Titelgebung gab es schon bei Cage und Jirí Kyliáns Einakter «27’52’’».
O‘Day versucht damit, wie er im Programmheft schreibt, die Frage «Wie gehen...
The audience i trust. I believe strongly in the spectator’s freedom. I don’t mind, i am not afraid of hir taste or blind enthusiasm (if that could ever be criticized) because i sincerely believe s/he should be as free as possible in hir interpretation. But what will they see?
Neo-minimalism and neo-conceptualism is in fashion right now. Does it mean anything...
