wien: mathilde monnier «soapéra»
Mathilde Monnier langweilt sich nie. Mal holt sie eine Romanautorin auf die Bühne, mal eine Performerin. Mal lässt sie ihre Kompanie Philosophie vertanzen, mal bittet sie Kinder auf die Bühne. Es kommt sogar vor, wenn auch selten, dass sie ein Stück mit ihren Tänzern kreiert, aber wohl auch nur, um die These zu widerlegen, ihr ständiges Suchen nach etwas anderem zeige, dass der Tanz aus eigener Kraft nur auf der Stelle trete.
Monnier begreift eben den Tanz als eine Kunst der Begegnung mit anderen Welten und als Reise ins Ungewisse. Angst vor Selbstironie hat sie keine.
«Soapéra» nennt sie ihre Kreation für die diesjährige Ausgabe von «Montpellier Danse» und sicherte sich die kreative Inspiration bei Dominique Figarella, Montpelliers Weltstar der modernen Kunst. Es sollte etwas entstehen, was Monniers Tanz und Figarellas Mixed-Media-Malerei infrage stellt. Was recht gut gelang. Die vier Interpreten erfahren am eigenen Leib, wie rutschig die Welt für Künstler ist, wenn Figarella, der einst den Pinselstrich durch Kaugummi, Pflaster oder andere «unsaubere Eindringlinge» ersetzte, sein Prinzip nun auf den Tanz anwendet.
Etwa einen Meter hoch ist der Schaumteppich auf der Bühne. Vor ihm ...
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sexualität
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