Wie wird man Ballettmeisterin?
Sie sind Erste Ballettmeisterin am Staatsballett Berlin. Für was sind Sie verantwortlich?
Auf Disziplin zu achten, das ist eine meiner Hauptaufgaben. Diese Disziplin beginnt mit dem Besuch des morgendlichen Trainings. Daran erkennt man auch die Einstellung zum Beruf. Dann muss der Probenablauf eingeteilt werden. Als Ballettmeisterin muss ich erst einmal erkennen, wie viel Verständnis der künftige Interpret in seine Arbeit einbringt. Ich muss wissen, wie er über seine Rolle denkt, und ob er es überhaupt «schafft».
Ich beginne gleichsam von hinten, versuche mir das Ergebnis vorzustellen, bevor der Tänzer mit der Arbeit an einer Rolle beginnt.
Wie sieht die Zweierbeziehung zwischen Probenleiterin und Tänzern aus?
Der Interpret ist untergeordnet. Ich weiß genau, was die Rolle braucht – stilistisch, technisch, künstlerisch. Das hat nichts mit Despotismus zu tun. Es ist das Ergebnis meines Wissensvorsprungs. Nachdem ich eine Weile mit dem Tänzer gearbeitet habe, ziehe ich mich von der Probe etwas zurück, um das künftige Resultat erkennen zu können. Ich lasse der Tänzerin etwas Freiheit: eine wichtige Periode während der Einstudierung. Ich zeige verschiedene Varianten, Posen und Stil der ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Das Trauma, ...
David Kersleys erste Erfahrung mit dem «Nussknacker» ist nun 42 Jahre her. Aber die Erinnerung daran ist so frisch, als sei es gestern gewesen: «Ich war in der ersten Klasse und wurde dazu gezwungen, im Blumenwalzer eine der Bienen zu spielen. Ich habe mich gewunden und während der ganzen Aufführung mit den Zähnen geknirscht. Meine Mutter hat das...
Nach «Rhythm is It!» stürmt nun der zweite Hit die Kinos, «Mad Hot Ballroom». Kein klassischer «Sacre», sondern Sport. Rumba, Tango, Swing und Foxtrott stehen auf dem Stundenplan der weißen, dominikanischen und asiatischen Einwanderer, die in New York säuberlich getrennt in Tribeca, Washington Heights und in Brooklyn wohnen. Die Regisseurin Marilyn Agrelo zeigt,...
Es grünt so grün, wenn Malakhovs Blumen blühen. Rosen, wohin man blickt. Im Entree der Deutschen Oper, an den Aufgängen, sogar im Foyer. Auch auf der Bühne, die Valery Kungurov in einen französischen Park verwandelt hat. «Gärten sind magische Orte», lässt sich der «leidenschaftliche Blumenliebhaber» Vladimir Malakhov im Programmheft zitieren, und wie im Märchen...
