Was denkt Panaibra Gabriel Canda

panaibra gabriel canda über traurige Tänze in Afrika

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ist der bekannteste Choreograf in Maputo, Hauptstadt von Mozambique. Seine kleine Tanzorganisation «CulturArte» ist ein Büro im ersten Stock an der Avenida Mao Tse Tung. «Meine Schaltung nach Europa», sagt er. Ohne die Brüsseler Schule P.A.R.T.S, das portugiesische Tanzfestival Alkantara und das französische Kulturzentrum in Maputo gäbe es keinen Choreografen Panaibra. Aber gleich zieht der gelernte Buchhalter einen Strich, wie um eine Summe zu errechnen: «Europa sorgt für die Freiheit der Kunst, zum Preis, den Europäern gefallen zu müssen.

»
Tänzer gewinnt er, indem er Workshops gibt. Proberaum muss er mieten. Seine Mitstreiter sind Solitäre wie er, verstreut über den Kontinent: Ariri Adriamoretsiresy aus Madagaskar, Boyzie Cekwana aus Südafrika und Faustin Linyekula aus Kongo. Zuletzt gastierte Panaibra auf Festivals in Bielefeld, Hamburg, Lyon. Aber bloß nicht in Europa bleiben: «Schwarze Tänzer werden nach Frankreich importiert wie Fußballspieler. Wenn sie gut sind, dürfen sie französische Staatsbürger werden.» Sie leben dann nur noch sporadisch in Afrika «und wollen gegen irgendwelche Konventionen sein. In Europa müssen sie den Tanz intellektualisieren und merken gar nicht, wie ...

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Tanz Juni 2008
Rubrik: Was Denkt, Seite 70
von Arnd Wesemann

Vergriffen
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