Was denkt Christoph Klimke
Man stelle sich vor, der Intendant eines Dreisparten-Hauses würde, um bei Einsparungen im Etat die Qualität von Tanz und Schauspiel zu erhalten, die Oper schließen. Ein Aufschrei ginge durch die Republik. Wird aber die Tanz-Sparte am Haus «abgewickelt», wie es heutzutage heißt, herrscht nichts als Schweigen. So weitgehend unbemerkt schafft auch das Theater Bonn den Tanz ab.
Aber warum opfert diese Stadt, die im Vergleich zu anderen Städten dieser Größe noch gutes Geld hat, diese Kunstform? Warum macht der Intendant das mit? Ich dachte immer, Intendanten würden dafür (bestens!) bezahlt, dass sie Theater leiten und nicht schließen.
Es gab und gibt ja Theater-Direktoren, die ihr Verbleiben am Ort mit dem Erhalt des Dreisparten-Hauses verknüpfen, wie der frühere Intendant des Theaters Bremens, Klaus Pierwoß. Die Intendanten, die dieses Format nicht haben, fürchten um ihren Sessel und die mit der Stadt auszukungelnde Erhöhung der eigenen Gage. Dass Stadtväter so blöde sind, ganze Kunstformen zu eliminieren und sich Mitwirkende in den Theater- Direktionen selbst suchen, ist bei der grassierenden Verkümmerung von Kulturpolitik nicht überraschend. Dass aber Intendanten mitmachen, ist ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Minako Seki, a 3rd generation Butoh dancer from Nagasaki, Japan, danced in Tokyo with Dance Love Machine and came to Berlin in 1986 on invitation of the Künstlerhaus Bethanien. She stayed and in 1987 co-founded tatoeba – Theatre Danse Grotesque, the first Japanese-German Butoh-Ensemble. Since then she has created 55 productions as dancer, choreographer and...
Miro Magloire ist seinem Namen zum Trotz ein freischaffender Komponist aus Deutschland, der einst bei Mauricio Kagel in die Lehre gegangen ist. In der Ballettbranche kennt man ihn eher als einen Korrepetitor, der am Klavier wahre Wunder vollbringt. David Howard hat er begleitet, Lupe Serrano, Gelsey Kirkland, Kevin McKenzie und immer wieder Wilhelm Burmann,...
Opiyo Okach, in Ihrem Stück «Abila» von 2002 benutzen Sie Versatzstücke aus traditionellen Ritualen wie das Einreiben des Körpers mit roter Erde und schaffen in Verbindung mit Videos choreografische Bilder, deren Eleganz und zeremonielle Schönheit auf einer Stufe mit Sankai Juku stehen.
Allerdings habe ich dafür, dass ich mit sakralen Elementen arbeitete, in Kenia...
