Tool Time: Ciao Amore!
Miro Magloire ist seinem Namen zum Trotz ein freischaffender Komponist aus Deutschland, der einst bei Mauricio Kagel in die Lehre gegangen ist. In der Ballettbranche kennt man ihn eher als einen Korrepetitor, der am Klavier wahre Wunder vollbringt. David Howard hat er begleitet, Lupe Serrano, Gelsey Kirkland, Kevin McKenzie und immer wieder Wilhelm Burmann, begnadet wie er und fraglos einer der besten Ballettpädagogen unserer Zeit. Alessandra Ferri und Julio Bocca haben es sich nicht nehmen lassen, bei ihnen in die Schule zu gehen.
Beiden Ballettstars haben Burmann und Magloire die jüngste Ausgabe ihrer «Music for Dancers» gewidmet. «Ciao, Amore!» nennt sie sich und setzt fort, was die beiden mit «An Invitation to the Dance» und «From 5th to 5th» begonnen haben: eine richtige «Ballettklasse» zumindest musikalisch habhaft zu machen - damit künftig nicht nur ein paar Principals an ihrer Kunst partizipieren, sondern auch ganz normale Tänzer.
Die neue CD zeichnet sich durch ein klares, konstruktives Klangbild aus. Yves-Miro Magloire – dem seinerzeit Samuelina Tahija so auf die Sprünge geholfen hat, dass er selbst Tänzer und Choreograf wurde – spielt seine eigenen Stücke und die der ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Rencontres Chorégraphiques Internationales De Seine-Saint Denis
Nacera Belaza und Radhouane el Meddeb sind zwei der Hoffnungsträger bei den Rencontres chorégraphiques internationales de Seine-Saint Denis bei Paris. Wir fragten die beiden nach der Rolle ihrer Herkunft für ihre Choreografien.
Radhouane el Meddeb: Ich bin in Tunesien aufgewachsen, habe dort die...
Veitstanz
«Durch Pest, lange Kriege und endloses Unglück zermürbt und im Innersten aufgewühlt», so schreibt Wilhelm Angerstein in seinem 1868 publizierten Buch über «Volkstänze im deutschen Mittelalter», «wälzen sich Scharen Besessener von Ort zu Ort westwärts. Allein oder Hand in Hand kreisen und springen sie in schauerlichem und verrenktem Reigen – stundenlang,...
Matteo Levaggi, 30 year-old resident choreographer of Balletto Teatro di Torino, has premiered a new “Petrouchka” of his very own in Modena: with no need to play through the plot again, there is all the more need for pure dance. The characters of the original ballet can just about be discerned, thanks only to their familiarity.
First of all, Stravinsky’s score is...
