War da ein Tanzjahr?
Einen Tag nach der Präsidentenwahl in den USA hat der Haushaltsausschuss des Bundestags sich auf den Haushaltsentwurf 2017 geeinigt. Mit dabei: zusätzliche 280 Millionen für die Kultur, bis zum Jahr 2020 sollen es 660 sein. Das meiste davon dient dem Erhalt von Immobilien. Aber auch 5,63 Millionen für den Tanz sind eingeplant, verteilt auf die nächsten fünf Jahre. Noch aus der sogenannten Haushaltsbereinigungssitzung schrieben Abgeordnete gleich nach der Abstimmung stolz eine SMS an Teilnehmer des «Zweiten Runden Tischs Tanzförderung».
Der tagte, weil er bitter nötig ist, mit Vertretern der Szene wie der Politik an der Akademie der Künste in Berlin. Tanz, sagte dort die Abgeordnete Yvonne Magwas (CDU), sei ein «Integrationsinstrument» und innere Sicherheit auch eine Frage der Kultur. Das konnte Martin Eifler nur bestätigen. Im Tanzjahr hat er mit seiner Dienstherrin Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kunst und Medien (BKM), eine Reise zu den Theatern des Ostens absolviert. Beide fanden eine «pogromartige Hetze» gegen Künstler vor, die als «Handlanger des Establishments» beschimpft würden. Zugleich beschrieb Philipp Adlung von der Thüringer Staatskanzlei für sein ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Dezember 2016
Rubrik: Warm-up, Seite 1
von Arnd Wesemann
Alexander Ekman erhält den diesjährigen Theaterpreis des Deutschen Bühnenvereins, «DER FAUST» für seine an der Dresdner Semperoper entstandene Produktion «COW» (tanz 4/16), eine elegant durch Stile und Epochen stolpernde Eloge auf das Rindvieh im Menschen. Die Wahl fiel natürlich nicht deshalb auf Ekman, weil er verwandt wäre mit Gösta Ekman, dem Protagonisten des...
Baden-Baden
Schwanensee
Rund um Weihnachten werden sich echte Ballett-Liebhaber weder in den alpinen Ski-Zirkus noch auf mediterrane Sonnentankstellen begeben. Ihr Wallfahrtsort heißt Baden-Baden, wo auch in diesem Jahr das Sankt Petersburger Mariinsky-Ballett gastiert, mit dem dreiteiligen Programm «Chopiniana», «The Firebird», «Scheherazade» (21. Dez.), «Giselle»...
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne? Pustekuchen! Marie Bues und Nicki Liszta stimmen gleich zu Beginn die harten, das Publikum bedrängenden Töne an, die man von beiden gewohnt ist. Zum Start ihrer langfristig angelegten Zusammenarbeit haben die Intendantin des Stuttgarter Theaters Rampe und die Choreografin mit Thomas Köcks apokalyptischem Endzeitstück...
