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Im Februar: Tanzen ist Sünde!
Dieses Urteil setzten die Kirchenväter in die Welt, und ihre Nachfolger verkündeten es weiter bis ins Hoch- und Spätmittelalter hinein – so heißt es jedenfalls, wann immer es um Christentum und Tanz geht. Doch das Klischee ist brüchiger, als wir annehmen. Denn der Tanz gehörte zu den Ritualen, die geistliche Gemeinschaften kultivierten, und zwar nirgendwo anders als im Kirchenraum. Wir werfen einen Blick auf ein kulturgeschichtliches Kapitel, das für manche Überraschung gut ist.
Im März: Tanz im Exil
Seit zwei Jahren ist die französische Kulturhistorikerin Laure Guilbert als Gast-Wissenschaftlerin der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder und des Centre Marc Bloch auf der Suche nach Material für ihr Forschungsprojekt «Migrant Dancing. Exil und Diaspora der deutschsprachigen Tanzszene 1933–1949». Sie ist nicht nur in Archiven fündig geworden, sondern hat auch mit den Nachkommen all jener gesprochen, die Nazi-Deutschland und Österreich verlassen mussten. Über 300 Einzelschicksale hat die beurlaubte Ballettdramaturgin der Pariser Oper auf diese Weise erforscht und sich dabei nicht auf so prominente Beispiele wie Gertrud Bodenwieser ...
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Tanz Januar 2017
Rubrik: Service, Seite 80
von Red.
In der Bolschaja-Dmitrowka-Straße der russischen Hauptstadt erinnert künftig ein Denkmal an die 2015 verstorbene Maja Plissezkaja. Die Skulptur von Victor Mitroshin zeigt die legendäre Ballerina des Moskauer Bolschoi-Balletts in einer ihrer berühmtesten Rollen: als «Carmen» in der Choreografie von Alberto Alonso.
Der kanadische «Erik Bruhn Prize» geht in diesem...
Dieser Mann zählt zu den renommiertesten Szenografen der Republik, kaum ein Regiestar, mit dem er nicht gearbeitet hat. Seine Bühnenbilder haben auch das Tanztheater geprägt, allen voran Inszenierungen von Reinhild Hoffmann und Johann Kresnik.
In «Modelle & Interviews 2002–2016» legt Johannes Schütz nun seine Sichtachsen auf Schauspiel, Tanz und Oper frei, um...
Dieselbe Musik und doch nicht die gleiche. Die «Chaconne in g-moll» von Henry Purcell eröffnet den «Sommernachtstraum» im Mannheimer Nationaltheater, und sie signalisiert auch sein Ende: erst in einer Bearbeitung von Benjamin Britten, dann im Arrangement von Joby Talbot. Von den beiden Briten ist an diesem kurzweiligen, kühn konstruierten Abend auch anderes zu...
