vorschau/ der direkte weg zur tanz
im märz: nanine linning
weckt in Heidelberg die Tanzsparte auf, die seit 2004 eine unglückliche Fernbeziehung mit Freiburg unterhalten hat. Der neue Intendant Holger Schultze brachte aus Osnabrück die Holländerin mit. «Zero» heißt die erste Premiere der bekennenden «Tanzunternehmerin». Als Nächstes will die Dance Company Nanine Linning/Theater Heidelberg gemeinsam mit der alteingesessenen freien Kompanie Unterwegs-Theater ein Tanzproduktionszentrum eröffnen und alle zwei Jahre ein Tanzfestival am Neckar ausrichten.
Nanine Linning
im april: damaskus
ist buchstäblich der Brennpunkt im Nahen Osten. Die syrische Hauptstadt leidet unter dem Bürgerkrieg, ähnlich wie bis 1990 das benachtbarte Beirut. Hier im Libanon gründete der Choreograf Omar Rajeh nach dem Krieg das Maqamat-Tanztheater («Tanztheater der Gedichte») und die «Beirut Interna-tional Platform of Dance», um die Tanzschaffenden im Nahen Osten zusammenzubringen. Der Widerstand gegen diese Kunstform ist noch immer hoch. Viele Tänzer empfinden sich notgedrungen als Teil einer Résistance gegen meist religiös motivierte Vorurteile. Im April lädt Omar Rajeh die vom Bürgerkrieg gedemütigte Tanzszene aus Damaskus ein. Wir sprechen ...
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Tanz Februar 2013
Rubrik: vorschau, Seite 80
von
Louise Lecavalier,
Sie haben Ihr neues Werk «So Blue» genannt – sind Sie bekennende Melancholikerin? Ich fühle mich weiß, schwarz, gelb, rot, aber… eigentlich – I feel so blue! Für mich ist die Seele blau, ihre Helligkeit und Tiefe. Sie verwandelt sich kontinuierlich, durchlebt Stadien zwischen Leben und Tod. Ich bin leicht und glücklich, dunkel und ängstlich,...
«Also, ich muss sagen, ich liebe Viktor Orbán», oder «Wer mich angreift, greift Gott an» – zwei Sätze, die der ungarische Choreograf Iván Markó kürzlich in verschiedenen Fernsehsendungen von sich gab, zum Erstaunen der anwesenden Künstlerkollegen. Im September 2012 hatte die Tänzer-Gemeinde einen offenen Brief zur Causa Markó an Premierminister Orbán geschickt: 40...
toulouse:
kader belarbi
Als er 2008 als Étoile der Pariser Oper abdankte, fehlte eigentlich nur eine Trauerbeflaggung am Palais Garnier, um dem Abschiedsschmerz seiner unzähligen Fans Ausdruck zu verleihen. Jetzt haben sie ihn wieder, wenn auch in anderer Funktion: Seit August 2012 leitet der charismatische Halbalgerier das Ballett-Ensemble des Théâtre du Capitole...
