Vorschau
im april: william shakespeare
Egal, ob «Hamlet», «Othello» oder «Ein Sommernachtstraum»: Shakespeare hat auf der Ballettbühne immer Konjunktur. Umso verwunderlicher, dass sich zum 400. Todestag kein Choreograf von Rang mit dem künstlerischen Erbe des Swan of Avon im Uraufführungs-rahmen auseinandersetzt. Vorstellungen gibt es indes zuhauf, etwa beim Birmingham
Royal Ballet, das als Premiere «Wink» von Jessica Lang ankündigt, eine Interpretation der
Shakespeare-Sonette.
Wieder zu sehen ist «A Winter’s Tale» von Christopher Wheeldon beim Royal Ballet. Weltweit am häufigsten getanzt wird «Romeo und Julia», auch beim Hamburg Ballett, wo John Neumeier seinen Klassiker flankiert mit den «Shakespeare Dances» und einem «Othello», der zu seinen vielschichtigsten Arbeiten zählt.
im mai: pina bausch
Zweimal Pina Bausch, zweimal Premieren: Die Bonner Bundeskunsthalle eröffnet am 4. März «Pina Bausch und das Tanztheater», die erste große Ausstellung über Arbeitsweise und Werk der Choreografin, einen Monat später gibt das Bayerische Staatsballett zum Auftakt seiner Festwoche «Die Kinder von gestern, heute und morgen» (2002). Zum ersten Mal wird damit eine Produktion des Wuppertaler Tanztheaters ...
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Tanz März 2016
Rubrik: Vorschau, Seite 80
von
Hans Fors, Sie haben im schwedischen Järna Eurythmie studiert und sind dieser Bewegungskunst seit Langem verbunden. Nun haben Sie ein Buch über die «Geschichte der Eurythmie im tanzhistorischen Kontext 1912 – 1930» geschrieben. Was war der Anlass?
In den konservativen Teilen der Eurythmie-Szene hieß es, dass diese Ausdrucksform nichts mit Tanz zu tun habe. Ich...
Adolphe Binder und Aurélie Dupont, designierte Leiterinnen des Wuppertaler Tanztheaters resp. des Pariser Opernballetts (Seite 32 und 24), sind die Ausnahme. Aufs Ganze gesehen, gehört den Frauen bekanntlich weder die Hälfte des Kunsthimmels noch die Hälfte des irdischen Beritts. Quotierungskampagnen haben daran bislang so wenig geändert wie die Entdeckung,...
Wer sein Kind ermordet, um es für das Kriegsgeschäft in einer Wette auf das Wetter zu opfern, wie es Agamemnon tat, 2500 Jahre alter Antiheld des Bestsellerautors Aischylos, der das Blut seiner Tochter Iphigenie gegen Nordwind tauschte, ist ein echter Idiot. Lüneburgs Tanzchef Olaf Schmidt besetzt ihn trotzdem mit einem Heldenkörper, Wallace Jones. Dessen Tod...
