Vorschau 10/22
Neue Räume, neue Körper
Outdoor, Streaming, VR, 1:1-Formate – der Tanz hat aus der Corona-Not eine Tugend gemacht und alternative Räume für sich entdeckt. Wohin die Reise geht, welche Dimensionen Choreograf*innen und Tänzer*innen bespielen möchten und wie Identitätsdiskurse auch die Körperbilder in Schwingung versetzen – all das thematisiert unser Jahrbuch 2022
Oona Doherty
Direkt, authentisch, aufrüttelnd – diese Qualitäten kennzeichnen die Choreografien der Frau aus London mit Wohnsitz Belfast.
Ihre Arbeiten entstehen aus dem Geist eines zeitgenössischen Verismus. Und sie heben ab, weil ihre Urheberin niemals abgehoben denkt. Ein Porträt
Carlo Blasis
Ohne ihn wäre kein Petipa, kein Balanchine, kein Forsythe denkbar: Carlo Blasis, vor 225 Jahren geboren, gehört zu den historischen Großdenkern des Balletts – und war zudem ein Wegbereiter der Abstraktion
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Tanz Oktober 2022
Rubrik: Vorschau, Seite 72
von
Pina Bausch Fellowship
PAARE BILDEN
2002 begann die «Rolex Mentor and Protégé Arts Initiative», talentierte Newcomer*innen mit etablierten Meister*innen aus der Kunstwelt zu verknüpfen, um eine zweijährige Gesellenzeit zu ermöglichen. Seit 2016 ist das auch das Anliegen der «Pina Bausch Fellowship», einer gemeinsamen Initiative der «Kunststiftung NRW» und der «Pina...
Zuletzt träumte er von einer «Philosophie des Theaters». Angelegt war sie in seinem Monumentalwerk «Tragödie und dramatisches Theater» 2013. Der Theaterwissenschaftler Hans-Thies Lehmann, der in Gießen und später in Frankfurt/Main lehrende Autor des in über zwanzig Sprachen verfassten Buchs «Postdramatisches Theater», war ein großer Aufräumer, was die Mythen des...
Alles kann zum Mythos werden, sagt Roland Barthes. In Angelin Preljocajs neuem Opus «Mythologies», das von Zeus und Ikarus bis Aphrodite und Minotaurus ein (nicht immer) hellenisches Feuerwerk abbrennt, ist der Philosoph die Brücke zur heutigen Welt. Preljocaj bezieht sich auf Barthes’ Essaysammlung «Mythen des Alltags», die ihm ein exzellentes choreografisches...
