Vorschau - Impressum Oktober 2017
Ben J. Riepe
Seine Tanzkunst passt perfekt in den Rahmen der Kunsthalle Düsseldorf, die derzeit ihr 50-jähriges Jubiläum begeht. Dort entsteht gemeinsam mit der Künstlerin Kitty Kraus sein jüngstes Werk, «Carne Vale!», im Anschluss an seine Recherchereise zum Goethe Institut im brasilianischen Salvador de Bahia. Anlass für ein Porträt dieses ungewöhnlich freien Choreografen, der nun auch für das Ballett am Rhein eine Uraufführung vorbereitet.
Gesellschaftstanz
Höfliches Betragen, verlässliche Führung der Dame, feines Gespür für Routen- und Figurenplanung des Herren – Verhaltenslektionen gehören seit der Renaissance zum Unterrichtsstoff jeder Tanzstunde. Aber was wird heute in punkto Knigge eigentlich vermittelt?
Tamara Rojo
Einst fulminante Ballerina des Royal Ballet London, heute fulminante Direktorin des English National Ballet: Tamara Rojo funkelt noch immer im Rampenlicht, aber hinter den Kulissen hat sie Englands wichtigste Tour-Truppe aus der Krisenzone geholt. Porträt einer Eisernen Lady der etwas anderen Art.
Gil Roman
Das Erbe, das dieser Mann verwaltet, ist eine Zentnerlast. Denn der große Maurice Béjart, der vor genau zehn Jahren starb, hat epochale Werke und eine ...
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Tanz Oktober 2017
Rubrik: Vorschau / Der direkte Weg zu tanz, Seite 80
von Red.
Die Pistole am Hals des völlig verschreckten Mädchens – das Bild bleibt unauslöschlich im Kopf derer, die im August 1988 das Geiseldrama von Gladbeck verfolgten. Es wird zum Synonym für die Stadt im Pott. 29 Jahre später bei der «Ruhrtriennale» ist ein unglaubliches Gegenprogramm zu erleben. Das empfindet man zumindest als Zugereister so, überrascht von der üppig...
Das kommt nicht oft vor: 60 Minuten zeitgenössischer Tanz, und am Ende erhebt sich das Publikum geschlossen, pfeift und johlt wie bei einem Rockkonzert. Und das gleich zur Uraufführung und obwohl Sharon Eyal im Rund der Oper von Montpellier keine leicht konsumierbaren Körperbilder lieferte, sondern durchaus verstörende Stimmungen.
Eyal und ihr Gefährte Gai Behar...
Fehler machen? Hier ist es erlaubt. Scheitern? Sogar erwünscht. Erst wenn wir ins Chaos des Nichtwissens tauchen und dabei noch lachen können, entsteht Kreativität – und Ordnung im Nervensystem. Versuch und Irrtum ist das Ur-Prinzip produktiven Lernens. Michael Schründer nennt diesen Prozess «essenzielles Lernen». Und er fühlt den Puls dabei.
Als erfahrener...
