Vorhang auf!

John Cranko Schule

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Balanchine, Scholz, Montero, Goecke: Was bei jeder großen Ballettkompanie ein gehaltvoller, anspruchsvoller Abend wäre, das zaubert die John Cranko Schule mit einem lockeren Lächeln auf die Bühne. Die Aufführungen der Stuttgarter Ballettakademie unterscheiden sich nicht mehr von Theaterprogrammen; mit all den Uraufführungen, die für sie kreiert wurden, nimmt die Schule in Stuttgart längst den Platz einer Juniorkompanie ein, nur tritt sie natürlich nicht so oft auf. 

Uwe Scholz wäre im Dezember sechzig geworden.

Um an den Leipziger Ballettdirektor und einstigen Hauschoreografen des Stuttgarter Balletts zu erinnern, wird sein frühes «Air!» zu Musik von J. S. Bach neu einstudiert, 1982 ein Riesenerfolg und nicht gerade einfach zu tanzen. Ebenfalls rein neoklassisch, in Balanchine’schem Trainings-Schwarzweiß, lassen sich die «Etüden» an, die Schulleiter Tadeusz Matacz vor vielen Jahren gemeinsam mit seinen Lehrern choreografiert hat: eine knappe Stunde akademischer Übungen ganz nach den berühmten «Études» von Harald Lander und zur gleichen Musik von Carl Czerny. Was bei Rhythmus-Übungen der Kleinsten anfängt, steigert sich hier über Fouettés und Sprunggeraden der Akademiestudenten zum ...

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Tanz Juli 2018
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Angela Reinhardt

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