Viral

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gingen in den letzten Jahren Tanz-Clips aller Art. Jetzt hat das Adjektiv seine ursprüngliche Bedeutung zurückerobert und die Theater in Geisterhäuser verwandelt. Sie stecken niemanden mehr an, weder mit Ideen noch mit Viren. Sie stillzulegen war vernünftig. Denn beim Einlass ins Theater geht es prinzipiell zu wie in Metro, Bahn oder Flixbus: eng, enger, am engsten. Aller Voraussicht nach werden die öffentlichen Verkehrsmittel allerdings weiterrollen.

Während Fluggesellschaften auf Kurzarbeit umsteigen, genau wie viele andere Unternehmen und auch die eine oder andere Theater-Abteilung.  

Die Kultur wird es überleben, womöglich sogar an allgemeiner Wertschätzung zulegen. Aber die Durststrecke bis zum Wiedereintritt des Alltags bringt viele Kunstschaffende in existenzielle Bedrängnis. Höhere Gewalt erlaubt es den Theatern in aller Regel, von Verträgen zurückzutreten. Unter dem Stichwort «Nichterfüllung» steht da zum Beispiel: «Wird die Durchführung der Choreografie infolge höherer Gewalt oder aus anderen Gründen unmöglich, verliert die Vertragspartnerin den umfassenden Honoraranspruch». Theater werden den Rotstift ansetzen müssen, doch die Corona-Zeche zahlen private Träger – ...

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Tanz April 2020
Rubrik: Warm-up, Seite 1
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