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Lehrerin
Zoë Demoustier
Warum sollten wir nicht die Fähigkeit des zeitgenössischen Tanzes, Geschichten zu erzählen, eingehender in Betracht ziehen, anstatt uns nur auf visuelle, zur Abstraktion neigende Formen zu verlassen? Für die junge belgische Choreografin und Performerin Zoë Demoustier, die mit so renommierten Labels wie Ultima Vez zusammengearbeitet hat, ist dies nicht nur eine ästhetische Entscheidung, sondern eine mögliche Strategie, um Tanz einem neuen Publikum zugänglich zu machen: «Bilder und Emotionen aus dem täglichen Leben um uns herum, a
us unserem kollektiven Archiv, können etwas sein, das mehr Menschen wiedererkennen und zu dem sie deshalb leichter Zugang finden.»
Demoustiers Vertrauen auf das erzählerische Potenzial des Körpers geht auf ihr erstes Solostück «Unfolding an Archive» zurück, in dem sie sich zwischen den eigenen Erinnerungen an den abwesenden Vater während seiner Einsätze als Kriegsfotograf und medialem Archivmaterial aus den Konfliktregionen bewegt. Das Thema entwickelt sie weiter in «What Remains», wo Begegnungen zwischen Tänzern, die sich ihrem Lebensende nähern, und Kindern geschaffen werden. Über ihr kommendes Projekt «Hear the Silence», das ...
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Tanz Juli 2025
Rubrik: Praxis, Seite 64
von
Choreograf*innen kommen und gehen, wenige erfreuen sich dauerhaften Zuspruchs. Virginie Brunelle ist eine Choreografin, die seit ihrem Durchbruch die Grenzen des zeitgenössischen Tanzes beharrlich neu definiert – und dabei die Aufmerksamkeit genießt, auf die viele Künstler*innen versessen sind. Ihrem Wunsch, das Publikum mit oftmals narrativen Stücken und Bildern...
Ein ungewöhnlich geformter Stein liegt auf Anne do Paços Schreibtisch. Was es damit auf sich hat? «Es ist ein Faustkeil aus der Steinzeit, den ich an einem Strand in Nordportugal gefunden habe», erzählt do Paço Ende April, gut zwei Monate vor dem Ende ihrer Amtszeit am Wiener Staatsballett. Dieses Zeichen früher Zivilisation ist nicht nur formschön: Heute könne man...
JULIAN ROSEFELDT
«Nothing is Original» lädt als Ausstellungstitel nicht unbedingt zum Besuch ein. Der Name der Werkschau von Julian Rosefeldt, die noch bis 16. September bei C/O Berlin im Amerika-Haus zu sehen ist, sollte allerdings doppeldeutig gelesen werden, nicht als Ablehnung von Originalität, sondern als Hinterfragen des künstlerischen...
