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Lehrerin
Zoë Demoustier
Warum sollten wir nicht die Fähigkeit des zeitgenössischen Tanzes, Geschichten zu erzählen, eingehender in Betracht ziehen, anstatt uns nur auf visuelle, zur Abstraktion neigende Formen zu verlassen? Für die junge belgische Choreografin und Performerin Zoë Demoustier, die mit so renommierten Labels wie Ultima Vez zusammengearbeitet hat, ist dies nicht nur eine ästhetische Entscheidung, sondern eine mögliche Strategie, um Tanz einem neuen Publikum zugänglich zu machen: «Bilder und Emotionen aus dem täglichen Leben um uns herum, a

us unserem kollektiven Archiv, können etwas sein, das mehr Menschen wiedererkennen und zu dem sie deshalb leichter Zugang finden.»

Demoustiers Vertrauen auf das erzählerische Potenzial des Körpers geht auf ihr erstes Solostück «Unfolding an Archive» zurück, in dem sie sich zwischen den eigenen Erinnerungen an den abwesenden Vater während seiner Einsätze als Kriegsfotograf und medialem Archivmaterial aus den Konfliktregionen bewegt. Das Thema entwickelt sie weiter in «What Remains», wo Begegnungen zwischen Tänzern, die sich ihrem Lebensende nähern, und Kindern geschaffen werden. Über ihr kommendes Projekt «Hear the Silence», das ...

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Tanz Juli 2025
Rubrik: Praxis, Seite 64
von

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