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Tanzfilm
MASTERCLASS IN ZÜRICH
Ein Sandhügel, gleißendes Licht, Zoom auf sonnenverbrannte Haut in den vom Wind verwehten Kleidern, im Sand hockende Gestalten, atmend, mal allein, mal Schulter an Schulter. Sie rollen den Hügel hinab, um schließlich in die Wellen vor dem griechischen Peloponnes einzutauchen und dort wie Bojen dahinzutreiben, während die Gischt die Leiber umspült.

Die Bildgewaltigkeit tanzender Körper auf der Leinwand ist einzigartig: voller emotionaler Kraft und so nah am eigenen Blick, als könne man sie berühren – näher noch als bei einer Live-Performance.

Ein gelungener Tanzfilm bedarf jedoch mehr als schöner Landschaften und Tänzer*innenkörper. «Tolle Bilder reichen nicht», meint Maja Zimmerlin, die aus eigener Erfahrung spricht: Was bei der Schweizer Choreografin und Regisseurin mit einer Inspiration begann, endete als preisgekrönter Tanzfilm. «Anasa» (2018) wurde mehrfach ausgezeichnet und auf zahlreichen Festivals gezeigt. Es folgten weitere Filme, weitere Preise. Nun gibt Zimmerlin ihr Wissen darüber, wie ein guter Tanzfilm gelingen kann, in Workshops und Coachings weiter.

So auch im Rahmen von «Dance on Screen», der Schweizer Plattform für Tanzfilmkunst, die ...

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Tanz März 2026
Rubrik: Praxis, Seite 65
von

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Was bewegt … Stijn Celis

Ihr Beruf? 
Einst Tänzer, heute Choreograf

Ihr Temperament?
Geselliger Melancholiker

Was ist das Schönste, das Sie je über sich gehört haben?
Dass ich sehr gutes Handwerk mache

Und das Ärgerlichste?
Dass ich kein gutes Handwerk mache

Etwas, was Sie noch nie über sich verraten haben? 
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Backlights 3/26

Hannover
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