Vermischtes 12/23
Heinz-Bosl-Stiftung München
BÜHNE FÜR DEN TANZNACHWUCHS
Herbst-Matinee der Heinz-Bosl-Stiftung, die 45.: Diese Sonntagmorgen vor Eltern, Onkeln, Tanten und Menschen, die den Bühnentanz fördern wollen, indem sie ihn ideell und materiell unterstützen, sind längst schon Kult. Im Rampenlicht stehen bei der aktuellen Matinee, die Anfang Dezember noch einmal wiederholt wird, die fast fertigen Tänzerinnen und Tänzer, zumal die, welche im Junior Ballett schon für den Ernstfall als professionelle Bühnentänzer auf Tourneen und Gastspielen proben.
Neu an diesem Programm: Es gibt erstmals ein leibhaftiges Orchester, das Volta Ensemble der Hochschule für Musik und Theater München.
Man braucht Sitzfleisch, denn unter zweieinhalb Stunden geht hier gar nichts. Sitzfleisch auch deshalb, weil ja das Hauptaugenmerk auf die tänzerische Leistung und weniger die Qualität der Choreografie gerichtet ist. Damit stehen die technische und künstlerische Ausführung im Mittelpunkt, Reife und Ausdruck. Da ist ein Klassiker wie «Napoli», anhand dessen man gut überprüfen kann, ob die vertrackte, superflinke Bournonville-Delikatesse schon sitzt. Dann gibt es aber auch die Ballettmeister-Stücke in verschiedenen ...
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Tanz Dezember 2023
Rubrik: Praxis, Seite 66
von
Der Titel ihres letzten Stücks trifft auch auf Kat Válastur zu: «Strong-Born», stark geboren. Es ist die wörtliche Übersetzung des Namens Iphigenie. Die Tochter Agamemnons ist bereit, für Griechenland zu sterben – was für eine Botschaft steckt in der Tragödie «Iphigenie in Aulis» von Euripides! Die hat Válastur neben einem archaischen Ritual aus Nordgriechenland...
CD des Monats
RALPH VAUGHAN WILLIAMS
«The Lark Ascending» zählt zu seinen bekanntesten Werken, und auch in der siebten Szene seiner «Masque of Dancing» erhebt sich der Geigenton wie eine Lerche in höchste, um nicht zu sagen: himmlische Höhen. «Job» heißt das Stück, dessen Bühnenrealisation sich Ralph Vaughan Williams eigentlich von den Ballets Russes erhofft hatte....
Sie gehören zu den Nullerjahren wie der Manneken Pis zu Brüssel: Im Jahr 2000 gründeten der Franzose Franck Chartier und die Argentinierin Gabriela Carrizo das Projekt Peeping Tom und prägten eine neue Ära des belgischen Tanztheaters, mit surrealen Stücken, deren Titel immer wieder Ortsbezüge enthalten. Der aktuelle, «S 62° 58’, W 60° 39’», ist da nur konsequent....
