Nackenschläge

Förderentscheidungen treffen Berliner Choreografinnen und Choreografen ins Mark. Zum Beispiel Kat Válastur

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Der Titel ihres letzten Stücks trifft auch auf Kat Válastur zu: «Strong-Born», stark geboren. Es ist die wörtliche Übersetzung des Namens Iphigenie. Die Tochter Agamemnons ist bereit, für Griechenland zu sterben – was für eine Botschaft steckt in der Tragödie «Iphigenie in Aulis» von Euripides! Die hat Válastur neben einem archaischen Ritual aus Nordgriechenland zur Grundlage dieser Arbeit gemacht.

Die Berliner Choreografin fürchtet sich nicht vor den großen antiken Menschengeschichten, sie sucht ihre Bedeutung und Wirkung im Heute, eine Suche, die sich durch ihr gesamtes Werk zieht. In «Strong-Born» verbinden sich drei wirklich starke Tänzerinnen in einem von Klang und Rhythmus getriebenen Ritual. Und das erstaunte, begeisterte das Publikum beim Festival «Tanz im August» vergangenen Sommer in Berlin: Wie aus der Gegenwart gezogen, verließen die Zuschauer den Saal.

Über Nacht am Abgrund
Damals, Mitte August, wusste Válastur bereits, dass die Jury, die die Empfehlungen für die Berliner Basis- und Konzeptförderung für den Haushalt 2024/25 abgegeben hat, ihre Arbeit nicht länger fördern wollte. Über Nacht am Abgrund stehen: Kat Válastur war wie vor den Kopf geschlagen. Wie sollte es ...

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Tanz Dezember 2023
Rubrik: Resilienzkünstler*innen, Seite 29
von Claudia Henne

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