Verfolgte im Eis
Vor ein paar Wochen feierte die englische Eistänzerin Jayne Torvill ihren 50. Geburtstag. Schwer zu sagen, ob der Name allein genügt hätte, um mit dieser Nachricht in den Meldungsspalten zu landen. Aber er ist verbunden mit dem ihres langjährigen Tanzpartners Christopher Dean und mit der unvergesslichen Kür nach Maurice Ravels «Bolero». Jener Tanz, mit dem die Engländer 1984 Welt- und Europameister wurden und mit dem sie den Olympischen Winterspielen in Sarajevo vier innige, traumschöne Minuten schenkten.
Es war ein Triumph der choreografischen Freiheit – einer Freiheit, die es heute nicht mehr gibt.
Eistanz ist lange Zeit das spät entwickelte Stiefkind der Sportart Eiskunstlauf gewesen. Die ersten Weltmeister der Herren wurden schon im 19. Jahrhundert gekürt (1896), die Damen folgten zehn Jahre später, und Paarlauf feierte Premiere anno 1908. Erst mehr als vierzig Jahre danach folgte der Eistanz und war fast zwei Jahrzehnte lang eine ziemlich steife Angelegenheit; Parkett-Tanz auf Kufen, sehr aufrecht und geordnet. Die ersten englischen Sieger in den 1950er Jahren bewegten sich bisweilen, als hätten sie Regenschirme verschluckt; ein Tango führte sie an die Grenzen ihres ...
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Noa Eshkol creator of Eshkol-Wachmann movement notation (1958), died on 14 Oct. at the age of 84. The temperamental and charismatic daughter of Israel's third Prime Minister Levi Eshkol studied music and dance in her early 20s, with a period in London with Rudolf von Laban, theoretician and creator of Labanotation.
Having familiarized herself with Benesh, the most...
Heike Lehmke ist «tanzperformance köln». Ihr Projekt steht vor dem Aus. Schon der Titel der jüngsten Aktion machte hellhörig: eine «Fin(is)age» im September. «So wie die Stadt sich verhält, hat es keinen Sinn mehr», konstatiert Heike Lehmke. «So» heißt: Fast zwanzig Jahre lang konzipierte und organisierte Tanzperformance Köln, 1989 von Madeline Ritter gegründet,...
«Unfassbar provinziell» seien Jürgen Roses Bühnenbilder, «fadenscheinig und verschlissen» wie nach mehreren Saisons und Tourneen sähen sie aus; an Egon Madsen sei sein blendendes Aussehen das Beste, Ray Barra wirke wie ein «etwas heruntergekommener Don Giovanni». Márcia Haydée machte den Kritiker nicht glücklich, allenfalls Anita Cardus gebe eine «legitime...
