Ur-Musik und dementarer Tanz

Die Günther-Schule – das Buch.

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Die Befreiung des Tanzes durch Schulen von Duncan, Laban, Jaques-Dalcroze und Wigman ging Anfang des 20. Jahrhunderts Hand in Hand mit der reformpädagogischen Bewegung. An den ästhetischen Umbrüchen waren Pioniere der Gymnastik und des «organischen» Lernens wie Stebbins, Gindler, Medau, Loheland, Mensendieck, G. Alexander wesentlich beteiligt. Um durch forschendes Erfahren und Verfeinerung der Wahrnehmung «Wesensbildung» zu erreichen, hat sich die Mensendieck-Schülerin Dorothee Günther in Partnerschaft mit dem Musiker Carl Orff ein eigenes Feld erschlossen.

Bewegung und Rhythmus, Tanz und Musik waren in der 1924 in München gegründeten Günther-Schule gleichberechtigt. «Tanzen ist Raumschrift, Musizieren Raumsprache», so Günther. Bis zu ihrer Schlie­ßung und Zerstörung durch alliierte Bomben – zeitweise mit einer von Berthe Trümpy geleiteten Dependance in Berlin – gehörten zum Lehr­plan der Schule nicht nur funktionell-gymnastische Körperbildung und der durch Maja Lex vermittelte stilungebundene Elementare Tanz, sondern untrennbar verknüpft auch Elementare Musik. Das Spielen mehrerer Musikinstrumente improvisatorisch oder frei nach dem Orffschen «Schulwerk» war für die Schüler ...

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Tanz Januar 2005
Rubrik: Schulen, Seite 82
von Irene Sieben

Vergriffen
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