Unlohn der Angst
Die Westschweizer Tanzszene ist ohne Philippe Saire nicht vorstellbar. 1995 bezog seine Kompanie das Théâtre Sévelin 36 in Lausanne: Es wurde zum Tanzzentrum der Romandie schlechthin. Hier veranstaltet er Festivals und bringt fast jedes Jahr eine eigene Kreation heraus. Sein neues Stück «Sang d’encre», Blut aus Tinte, aber wurde in Basel uraufgeführt als Koproduktion des Festivals Basel tanzt und der Journées de Danse Contemporaine Suisse. Saire beschäftigt sich mit der Angst. Und erreicht eine für ihn neue Direktheit.
Da schreien sich die Tänzerinnen Sun-Hye Hur und Karine Grasset in der Kaserne Basel diese Angst aus dem Leib. Und hieven sich gegenseitig in die Höhe, um virtuos zu fallen. Akrobatik und Kontakt-improvisation verbinden sich unter zuckenden Lichtblitzen zum Gruppentraining in Selbstverteidigung. Ein Tänzer lehnt sich gegen die Schulter seines Partners und wird im Schulterwurf zu Boden geschleudert. Mann und Frau üben sich kampfsportmäßig im Abwehren, Zutreten und Übereinander-Herfallen.
Bei den robusten Samaritern gibt es aber auch Slapstickhaftes. Sobald einer «Help» ruft, hechten die anderen herbei. Von blauen Küchenhockern kippende Tänzer fängt das Kollektiv in ...
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