Wie Ringrichter den neuen Tanzsport «Match d’impro» manipulieren
Dass sie in Biarritz gern Neues erfinden, mag an den jodhaltigen Winden des Atlantiks liegen, am Tor zu Spanien und an den vielen skurrilen baskischen Sportarten direkt vor der Tür. Der mondäne Badeort nennt sein Herbstfestival «Le Temps d'aimer la danse». Vor ein paar Jahren erfand man hierzu la gigabarre, eine Ballettstange auf einhundert Metern Strandpromenade zwischen Meer und Kasino. Da darf am Sonntagmorgen unter den Augen des maître de ballet jede(r) mal ein plié oder développé probieren. Der Erfolg war so groß, dass jetzt auch andere Ballettstädte die gigabarre einführen.
Also musste Biarritz einen neuen Coup landen und lancierte nun «Le match d’impro». Die Idee kupferten sie vom Theatersport ab: Das Publikum ruft Themen zu, Schauspieler improvisieren dazu. In Biarritz richten es nun die Tänzer.
Runde eins: den Big Bang darstellen! Runde zwei: das Leben zu zweit interpretieren; dann Themen wie «die Socke» und: «stellen Sie eine der Sieben Todsünden dar». Als Accessoires wurden Perücken, Kittel und Hausrat gereicht. Genügt der Körper nicht? Darf man einfach feststellen, dass man Biarritz offensichtlich noch nicht den Unterschied zwischen Tanz und Theater entdeckt hat. Der ...
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Five years ago you were the youngest chief choreographer of any company in the Netherlands. Why do you quit your engagement with Scapino next March? After finishing school I started immediately working for Scapino Ballet: an opportunity to create work for big scale venues, with a large ensemble of highly skilled dancers and many possibilities to work with...
Ganz Zagreb ist ein Wohnzimmer
Kein unbedachter Winkel, der nicht möbliert ist mit Schirmen und Sesseln, Theken und Tischen. Jede Straße rund um den Hauptplatz Jelacic ist besiedelt von Cafés voll gewaltigem Geplauder. Jeder kennt jeden. Ein Steinwurf entfernt, in der Ilica 10, entsteht gerade das erste kroatische Tanzhaus, das die Architektengruppe 3LHD im Kino...
«Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar», zitiert das Programmheft einen Kernsatz aus dem Buch «Der kleine Prinz». Nichts dagegen. Aber ein «phantastisches Ballett», das sich seine Geschichte zu eigen macht, will vor allem gesehen werden, und das nicht bloß mit dem Herzen.
Gregor Seyffert muss sich also schon was einfallen lassen, und damit hat er keine Not:...
