United Kingdom
Der professionelle Tanz im Vereinigten Königreich bezieht seine finanzielle Förderung aus einem Mix von staatlichen Subventionen (für die glücklichen Auserwählten), privaten Zuwendungen (für die noch Glücklicheren) und Einnahmen aus Ticketverkäufen (für diejenigen, die das Glück haben, auftreten zu können). Investitionen in die Künste werden dezentral über Agenturen in den vier britischen home countries England, Schottland, Wales und Nordirland abgewickelt. Deren größte ist der Arts Council England, die nationale Entwicklungsagentur für Kunst und Kultur.
Wichtigste Finanzierungsquelle ist das «National Portfolio Programme», welches in vierjährigen Zyklen läuft (gegenwärtig von 2023 bis 2026) und 985 Organisationen aller Kunstrichtungen umfasst, die für den aktuellen Förderzeitraum insgesamt 446 Millionen Pfund erhielten. Davon fielen knapp 47 Millionen Pfund (also etwas über zehn Prozent) auf 75 Tanzcompagnien. Creative Scotland sowie die Arts Councils von Wales und Nordirland erfüllen in ihren jeweiligen Regionen eine entsprechende Funktion.
Um nicht überproportional stark auf London ausgerichtet zu sein, wurden die gewährten Mittel gleichmäßiger auf die Regionen verteilt: Das ...
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Tanz Jahrbuch 2025
Rubrik: Parkett international, Seite 162
von Graham Watts
«I am rooted, but I flow» heißt es in Virginia Woolfs Roman «Die Wellen»: «Ich bin verwurzelt, aber ich fließe»
Die Worte entspringen dem Gedankenstrom der Protagonistin Jinny, die ihren Körper als reizvolles, rauschhaft tanzendes Instrument der Welterschließung empfindet und sich selbst als wandelbar, offen, nicht festgelegt, kurz: «im Fluss». Der Roman erschien...
Alles ist in Bewegung. Am 22. Januar 1905 schießt die Palastwache von Zar Nikolaus II. in Sankt Petersburg auf demonstrierende Menschen. Nach einem Generalstreik kommen an diesem Sonntag über 30 000 Arbeiter in einem Sternmarsch zum Winterpalast, um sich – friedlich – für menschenwürdige Arbeitsbedingungen, eine Agrarreform, religiöse Toleranz, das Ende der Zensur...
Für mich als junger Mensch war Musik etwas Übergroßes, nicht Fassbares – etwas, das mich in andere Sphären hob, an einen höheren Ort, einen, an dem ich mich frei fühlte, ganz anders zumindest als im Leben unten. In meiner Mini-Musik-Sammlung gab es Beethovens Violinkonzert, Chopins Klavierkonzerte gespielt von Vladimir Ashkenazy, der für mich schon allein vom Cover...
