twitter-ballett
contra:
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ready-made-kunst
Wer wollte nicht schon mal sein eigenes Ballett machen? Das ging im Januar mit ein paar Klicks: Per Twitter rief eine kleine Kompanie aus Walnut Creek, California, dazu auf, unter dem Hashtag #DiabloWebBallet Ideen für ein kurzes Tanzstück einzuschicken, auf YouTube stand die Musikauswahl zur Abstimmung bereit.
Mitte Februar sichteten das Diablo Ballet und Choreograf Robert Dekkers die 132 Einsendungen aus aller Welt, sieben davon wählten sie aus, zwei Wochen später hatte «The Flight of the Dodo» Premiere, oder besser: «The Web Ballet».
Die neunköpfige Kompanie, in den sozialen Medien bestens vernetzt und – bei relativ wenigen Auftritten – geradezu hyperaktiv im Netz unterwegs, nahm sich twitter-auftragsgemäß den ausgestorbenen Dodo-Vogel vor, befolgte Tweets wie «Gefühl des Stücks: absichtlich ironisch» und «Die Bewegung soll aus den Schulterblättern kommen», plante zu Vivaldi eine Safari und die Farbe Türkis ein. Im Outreach-Programm für Schulen hatte das Diablo Ballet bereits beste Erfahrungen mit solchem Crowdsourcing gemacht: Natürlich bindet die kreative Beteiligung ein Publikum enger an das, was es auf der Bühne zu sehen ...
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Tanz April 2013
Rubrik: medien, Seite 60
von
Für Tomasz Kajdanski, den Leiter des 14-köpfigen Balletts am Anhaltischen Theater Dessau, ist seine Bühne «eine Kirche» – ein Ort der Zuflucht und der Einkehr in einer Stadt, die seit den Wendejahren nie richtig zu sich gefunden hat. Weder der kulturelle Leuchtturm des Bauhauses noch ortsansässige Groß-Institutionen wie das Bundesumweltamt ändern etwas daran, dass...
Eine «Matthäuspassion» ohne Chor, ohne Solisten, ohne Matthäus und überhaupt ohne Gesang? Wie geht das? Bei Emio Greco und Pieter C. Scholten steht Johann Sebastian Bachs Komposition im Dialog mit einem grotesken Tänzer und wird nicht nur auf dem Piano, sondern bisweilen auch auf dem Akkordeon gespielt. Das Choreografen-Duo aus Amsterdam geht der Beziehung zwischen...
newcomer_________
christine borch
Die Presse vergaß nicht, mehrfach die Schönheit der drei Tänzerinnen zu betonen, die auf einem runden Präsentierteller lagen, in delikat weiten Blusen, die stöhnten, orgiastisch atmeten und gemeinsam zu einem Höhepunkt kamen. Zur Eröffnung der «Tanztage» in Berlin sah man sie darauf in glücklicher Erschöpfung mit melodischen...
