Trisomie 21
In Deutschland leben etwa 50 000 Menschen mit Trisomie 21. Diese genetische Besonderheit heißt auch «Down-Syndrom» und hängt mit dem Chromosom 21 zusammen. Die meisten Männer, Frauen- und Kinder mit Down-Syndrom besitzen in jeder ihrer Körperzellen drei statt zwei Exemplare des Chromosoms 21. Sie sind also – mit 47 statt 46 Chromosomen – mit Erbgut quasi überausgestattet.
Das zusätzliche Chromosom steuert die Entwicklung des betroffenen Menschen aktiv mit, wie die anderen Chromosomen auch. Dadurch stört es die genetische Balance.
Die geistige Entwicklung verläuft bei Menschen mit Trisomie 21 deshalb fast immer verlangsamt. Zusätzlich können Gesundheitsprobleme entstehen; häufig sind etwa Hör- oder Herzfehler, Magen-Darm-Störungen und eine Anfälligkeit für Infekte. Die meisten dieser Erkrankungen lassen sich heute jedoch behandeln und beeinträchtigen die Lebenstüchtigkeit nicht.
Nichts mit der Gesundheit oder den geistigen Fähigkeiten zu tun haben die äußeren Merkmale, die häufig bei Menschen mit Trisomie 21 auftreten. Dazu gehören zum Beispiel etwas schräg stehende Augen mit einer zarten Falte im inneren Augenwinkel, ein rundes, eher flaches Gesicht, kurze Finger und ein kleiner ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Dezember 2018
Rubrik: Praxis, Seite 70
von Susanne Paulse
Was für sinistre Kreaturen! Man möchte lieber gar nicht wissen, was passieren wird, wenn sie es schließlich aus ihrer merkwürdigen Rückenlage in die aufrechte Haltung schaffen, wenn sie die Königsposition des Menschseins erobern – ein Moment, den Cocoondance in seiner aktuellen Produktion nicht mehr zeigt. «Vis motrix» handelt von der Entstehung allen Lebens, von...
Ein Bahnsteig. Eine Ballerina. Sie steht auf Spitze, leicht gestützt auf eine Bank, schaut entrückt aus dem Bild. Auf der Bank sitzt teilnahmslos eine Dame mit Gepäck. Die Ballerina scheint unsichtbar. «Es ist früh am Morgen in Ost-Berlin», sagt Ute Mahler, eine der interessantesten Fotografinnen der letzten vierzig Jahre – stilprägend und sozial engagiert.
Diese...
Egal, wo man das Buch aufschlägt: Die Lektüre verspricht, spannend zu werden. Seite 116 beispielsweise, ein eher beiläufiges Thema. Da wird erklärt, dass sich beim Sitzen unsere Beckenschalen nach vorne verbiegen. Das wiederum drückt direkt auf die Wirbelsäule und verursacht letztlich Rückenschmerzen. Julia F. Christensen und Dong-Seon Chang wissen Rat: «Wenn Sie...
