Trisomie 21

Ein Kurzporträt

In Deutschland leben etwa 50 000 Menschen mit Trisomie 21. Diese genetische Besonderheit heißt auch «Down-Syndrom» und hängt mit dem Chromosom 21 zusammen. Die meisten Männer, Frauen- und Kinder mit Down-Syndrom besitzen in jeder ihrer Körperzellen drei statt zwei Exemplare des Chromosoms 21. Sie sind also – mit 47 statt 46 Chromosomen – mit Erbgut quasi überausgestattet.

Das zusätzliche Chromosom steuert die Entwicklung des betroffenen Menschen aktiv mit, wie die anderen Chromosomen auch. Dadurch stört es die genetische Balance.

Die geistige Entwicklung verläuft bei Menschen mit Trisomie 21 deshalb fast immer verlangsamt. Zusätzlich können Gesundheitsprobleme entstehen; häufig sind etwa Hör- oder Herzfehler, Magen-Darm-Störungen und eine Anfälligkeit für Infekte. Die meisten dieser Erkrankungen lassen sich heute jedoch behandeln und beeinträchtigen die Lebenstüchtigkeit nicht.

Nichts mit der Gesundheit oder den geistigen Fähigkeiten zu tun haben die äußeren Merkmale, die häufig bei Menschen mit Trisomie 21 auftreten. Dazu gehören zum Beispiel etwas schräg stehende Augen mit einer zarten Falte im inneren Augenwinkel, ein rundes, eher flaches Gesicht, kurze Finger und ein kleiner ...

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Tanz Dezember 2018
Rubrik: Praxis, Seite 70
von Susanne Paulse