Trier: Iglesias Ungo, Ferrera, Hernandez: «TANZ 4»

Tanz - Logo

Wieder am 16. juni am Theater Trier; www.teatrier.de

Keiner gleicht dem anderen. Jeder Tänzer in Trier ist unverwechselbar. Vielleicht ist das mit ein Grund, weswegen jedes Mitglied der Susanne Linke Company seinen Platz so vehement behauptet. «Imagine a .... Right in the Middle» nennen Julio Cesar Iglesias Ungo und Alexis Fernandez Ferrera ihre Arbeit, und tatsächlich beansprucht jeder Einzelne darin für sich das Recht, ein einziges Mal wenigstens im Mittelpunkt zu stehen.

Die Konsequenz ist absehbar: Bevor das «Tanzstück» richtig begonnen hat, ist bereits ein durchweg erheiternder Verdrängungswettbewerb im Gange, der für die weitere Entwicklung des Ganzen noch einigen Sprengstoff erwarten lässt: physisch wie psychisch.

Ganz so schlimm kommt es am Ende dann doch nicht, selbst wenn die beiden kubanischen Mitarbeiter von Susanne Linke in ihrer ersten gemeinsamen Choreografie das Instabile, das Unvollendete, überhaupt das Spannungsgefälle zwischen Individuum und Gemeinschaft zum Ausdruck bringen. So kann sich einer, während sich die Gruppe en bloc ihren Weg über die leer geräumte Bühne bahnt, schon mal aussondern und dabei seinen Halt verlieren. Sich im Gegenüber vergewissernd, stecken die neun Akteure deshalb immer wieder ihre Köpfe ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juni 2017
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 40
von Hartmut Regitz

Vergriffen
Weitere Beiträge
Schwanensee

Manche Fans des Staatsballetts Berlin werden wohl beide vermissen – nicht nur den Ex-Intendanten Vladimir Malakhov, sondern auch den Solisten Leonard Jakovina. Als Tänzer sind beide beispielsweise in Mauro Bigonzettis «Caravaggio» in Erinnerung, Malakhov ging zudem als prägender Kopf des 2004 formierten Staatsballetts in die Berliner Tanzhistorie ein. Beiden Herren...

Pläne der Redaktion

Hofesh Shechter

Andere machen Uraufführungen, dieser Choreograf hat‘s am liebsten als Gesamtkunstwerk. «Grand Finale» heißt der neueste Trip, auf den er das Publikum schickt. Was es zu sehen kriegt? Zehn Tänzer, «eine Welt im freien Fall» dank mannigfaltiger Erschütterungen im «Zeitalter der Extreme», als Zugabe Live-Musiker, die das passende akustische Armageddon...

Tanz im Juni

Berlin

Performing Arts Festival

Über 120 Veranstaltungen bilden ein Porträt der Freien Szene in Berlin, so verspricht es der Landesverband freie darstellende Künste auch in diesem Jahr: eine Leistungsshow an über 50 Spielstätten. Und mittendrin, wie die Ruhe selbst, steht ein alter Wohnwagen Marke «Bastei», der im Hof des Dock 11 zum Innehalten einlädt. Sein...