Trier: Iglesias Ungo, Ferrera, Hernandez: «TANZ 4»
Wieder am 16. juni am Theater Trier; www.teatrier.de
Keiner gleicht dem anderen. Jeder Tänzer in Trier ist unverwechselbar. Vielleicht ist das mit ein Grund, weswegen jedes Mitglied der Susanne Linke Company seinen Platz so vehement behauptet. «Imagine a .... Right in the Middle» nennen Julio Cesar Iglesias Ungo und Alexis Fernandez Ferrera ihre Arbeit, und tatsächlich beansprucht jeder Einzelne darin für sich das Recht, ein einziges Mal wenigstens im Mittelpunkt zu stehen.
Die Konsequenz ist absehbar: Bevor das «Tanzstück» richtig begonnen hat, ist bereits ein durchweg erheiternder Verdrängungswettbewerb im Gange, der für die weitere Entwicklung des Ganzen noch einigen Sprengstoff erwarten lässt: physisch wie psychisch.
Ganz so schlimm kommt es am Ende dann doch nicht, selbst wenn die beiden kubanischen Mitarbeiter von Susanne Linke in ihrer ersten gemeinsamen Choreografie das Instabile, das Unvollendete, überhaupt das Spannungsgefälle zwischen Individuum und Gemeinschaft zum Ausdruck bringen. So kann sich einer, während sich die Gruppe en bloc ihren Weg über die leer geräumte Bühne bahnt, schon mal aussondern und dabei seinen Halt verlieren. Sich im Gegenüber vergewissernd, stecken die neun Akteure deshalb immer wieder ihre Köpfe ...
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