Traumtreff

Damit hatte niemand mehr gerechnet. In Berlin hat eine neue Kulturinstitution eröffnet: das Junge Tanzhaus Berlin

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Es ist eine ganz und gar unwahrscheinliche Geschichte. In Berlin wurde, mitten im Trubel von immer weiter aufklaffenden Finanzlücken und dramatischen Streichungen, eine neue Kulturinstitution gegründet. Eine Einrichtung für den Tanz, wie es sie in Europa bislang überhaupt noch nicht gibt. Ein Tanzhaus für Kinder und Jugendliche – das Junge Tanzhaus Berlin in der Lucy-Lameck-Straße.

Bestehend nicht aus ein, zwei Räumen, sondern aus einem imposanten Gebäude, einer ehemaligen Brauerei mit fünf Geschossen (davon zwei Untergeschosse), mit einem großen Theatersaal, zahlreichen Probensälen, Studios, Büro- und Konferenzräumen und einer voll ausgestatteten Kantinen-Küche. Plus großer Eingangshalle mit Bar und Tischen. Und mit eigenen Gärten drumherum, direkt am Volkspark Hasenheide.

Um zu erklären, wie es dazu kommen konnte, muss man mit einem Treffen beginnen, dass vor mehr als zwanzig Jahren im Berliner Podewil stattfand. Eingeladen hatte eine Frau mit Visionen, und, wie sich im Laufe der nächsten zwanzig Jahre zeigen sollte, mit einem sehr, sehr langen Atem: Livia Patrizi, gebürtige Italienerin, die unter anderem bei Mats Ek, Pina Bausch und Maguy Marin getanzt hatte und Mutter von ...

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Tanz April 2026
Rubrik: Praxis, Seite 68
von Michaela Schlagenwerth

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