Alle Jahre wieder

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kommt der «Welttanztag». 1982 ins Leben gerufen und auf den 29. April, das Geburtsdatum des Ballettreformers Jean-Georges Noverre, gelegt, teilt er sich den Platz im Kalender u. a. mit dem «Tag der Immunologie» und dem «Tag des Lärms» – internationalen Gedenktagen, zu denen sich weitere nationale hinzugesellen: in den USA etwa der «National Zipper Day», der an die Vergabe des US-Patents für die Erfindung des Reißverschlusses erinnert, oder der «National Peace Rose Day», gewidmet der Edelrose Gloria Dei des französischen Züchters Francis Meilland, die am 29.

April 1945 in den USA auf den Namen «Peace» getauft wurde, während sowjetische Truppen die Schlacht um Berlin für sich entschieden.

Hinter dem unbeweglichen Feiertags-Datum verbergen sich bewegliche Menschen mit bewegten Biografien: Noverre, Vorzeige-Europäer der Aufklärung, ein Franzose, der mit Voltaire und Friedrich II befreundet ist und über Frankreichs Grenzen hinaus in Berlin, Wien und London wirkt; der Kosmopolit Gideon Sundbäck, ein findiger Schwede, der in Deutschland Maschinenbau studiert, bevor er 1905 nach Amerika auswandert und den Reißverschluss, bis dahin vornehmlich an Stiefeln und Tabakbeuteln erprobt, für die ...

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Tanz April 2026
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Marc Staudacher

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