transmedial...

...ist der Tanz, weil er Spartengrenzen ebenso überwindet wie Emigranten die Landesgrenzen. Ein Plädoyer für die Abholzung der Zäune, hinter die man den Tanz sperrt.

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Veränderungen beginnen meist im Verborgenen. Etwa weil sich einige der Bedingungen tief im Inneren eines Systems verschieben, die dieses zusammenhalten. Zunächst hat sich nur eine Spannung aufgebaut, die kaum messbar ist, mit der Zeit aber wachsende Unregelmäßigkeiten erzeugt. Retrospektiv wird festgestellt werden, dass sich die kleine Wirkung in eine kleine Ursache für eine unvorhersehbar gewesene ­Kettenreaktion verwandelt hat, an deren Ende die Wirklichkeit sich erstaunlich verändert hat.



Interessant ist nicht nur, die Bewegungen und Verläufe solcher Veränderungen zu beobachten, sondern auch herauszufinden, ob der Wandel nun real stattfindet oder nur in der Wahrnehmung. Wer denkt schon selbstverständlich daran, dass, wer sicher im bequemen Sessel sitzt, in Wirklichkeit mit atemberaubender Geschwindigkeit und in Spiralen durch das Weltall bewegt wird und dass auch der Boden unter dem Sitzfleisch ständig in Bewegung ist und dass das Sitzfleisch nach etwa sieben Jahren auch nicht mehr dasselbe ist, weil alle Körperzellen durch neue ersetzt sind?

Irren ist nicht Irrsinn

Tanz kann eine Schule der Wahrnehmung sein. Wer sich mit ihm beschäftigt, lernt nicht nur, in solchen Dynamiken zu ...

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Tanz Juli 2011
Rubrik: ideen, Seite 60
von Helmut Ploebst

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