essen: meg stuart...
...will neuerdings ein bisschen sein «wie ein Alchemist»: fantasieren, fixe Ideen verfolgen und wie einst die Goldmacher durch gewagte Transmutationen Edles erschaffen. Für ihr neues Stück «Violet» hat sich Meg Stuart deren mysteriöse Gedankenwelt geborgt, um im Tanz den Prozess der Transformation zu erforschen.
«Wie vollzieht sich Veränderung, Verwesung, Entropie? Was erschafft Bewegung in uns selbst, in der Gesellschaft?» Ihre Tänzer, so Meg Stuart, seien in dieser Produktion weniger Persönlichkeiten als «Gefühls-Körper»: angetrieben von Energien, die sie zuweilen brutal überwältigen. «Ich wollte ein Stück machen, das abstrakter ist als alles, was ich vorher gemacht habe», so die Mission, in die sich ein Stuart’sches Leitmotiv doch wieder einschleicht: «Der Tod von Idealen, von Ideologien, von der Liebe, von einer Welterklärung. Um weiter zu kommen, muss man gehen.» Nach der Uraufführung in Essen, PACT Zollverein (7., 8. Juli), ist «Violet» zu sehen beim Festival in Avignon (19.–22., 24., 25. Juli) und in Berlin, Radialsystem V (24.–26. Aug.).
pact-zollverein.de
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Tanz Juli 2011
Rubrik: kalender: highlights, Seite 30
von Nicole Strecker
Für eine Heilige wärees das ungünstigste Rating, nach amerikanischen Maßstäben die Sünde selbst. «XXX» ist nicht jugendfrei. In Halle und Dortmund, den bislang einzigen Tourorten dieses frei produzierten Tanzoratoriums, durfte man auch unter 18 rein, weil sich zumindest choreografisch die Barockmusik von Domenico Scarlatti und Georg Friedrich Händel durchaus...
Einen Film nachspielen, das tun Filme auch selbst, Theaterregisseure oft, Kinder sowieso. Dabei ist es ja eigentlich das Kino, das so tut, als spiele es echtes Leben nach. Da gibt es also schon ein lustiges Hin und Her. Dazu kommt das Nachdrehen von Kinofilmen oder einzelner Szenen mit Hobbymitteln, um dann zu behaupten, das sei eine neue, eben schwedische Version...
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