Trance in Malaysia
Nicht lang her, da wurde Malaysia ein Paradies. Ein ökonomisches, seit es so reich ist, dass der Gast aus Deutschland bedient wird mit dem Satz: «‘Tschuldige, dass wir Eure Arbeit wegnehmen.» Auch religiös lebt es sich hier angenehmer als anderswo. Auf dem schmalen Land zwischen Thailand und dem Zipfel Singapore regiert ein Islam, den sie «hadari» nennen. Flexibel. Offen.
Die verschleierte Muslimin neben der Christin, Tamilin, Bengalin, Chinesin bilden ein tropisch buntes Land, das wie viele asiatische Erfolgsmodelle einen Kompromiss aus Kapitalismus und bürokratischem Sozialismus erfand. Feiertage gibt es aus aller Welt: Chinesisches Neujahr, Ramadan und den wohl berühmtesten: Thaipusam, der tamilische Bußgang auf einen heiligen Berg, um Murugan, dem Gott zu huldigen, der einst die drei Dämonen Egoismus, Geiz und Lüsternheit besiegte. Junge Männer stecken sich hier, nicht in Indien, wo es verboten ist, Milchkännchen an Haken wie Christbaumschmuck in ihre Haut, lassen sich Speere durch Wange und Zunge bohren, und alle Welt schreit auf: Das muss doch wehtun, warum fließt kein Blut?
Das Wunder von Thaipusam, das jährlich wiederkehrt in Kuala Lumpur, Itoh, Melaka, in George Town auf ...
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As a man of our times, you are pressured by work and love has escaped you, out of selfishness and from a sense of obligation that lacks knowledge of love. You have created a system with which you are unable to live. You recognise that this is a post-techno-capitalist era in which want, spiritual emptiness and cultural shallowness prevail; a time in which...
Seine Ballette gehören zum Kernbestand der Klassik. Auch ihr Schöpfer ist schon mehrfach Gegenstand von Choreografien geworden, in denen die unausgelebte Homosexualität und der rätselhafte Tod des russischen Musikidols im Zentrum stehen. Am Pforzheimer Stadttheater stellt sich nun James Sutherland der Biografie von Tschaikowsky als «Ein Leben in Zerrissenheit»...
Henrietta Horn choreografierte und tanzte im Herbst 1999 ein grandioses «Solo»: eine perfekte, anrührende, vor Spannung vibrierende Studie über die Einsamkeit. Seitdem schuf sie Ensemblestücke für das von ihr geleitete Folkwang-Tanzstudio. Jetzt, mit «Solo II – Klappe I», steht sie wieder allein auf der Bühne, schleicht sich überschlank in grauer Hose und leichtem...
