Thomas Guggi: «Familienalbum»
Nicht jedes Projekt lässt sich am grünen Tisch planen, und manchmal macht einfach ein unterschiedliches Procedere das schönste Experiment am Ende zunichte. Einmal pro Saison praktizieren Vertreter der freien Szene und das BallettVorpommern innerhalb der so genannten TanZZeit eine Kooperation, von der alle Beteiligten nur profitieren können, wie das Vorjahres-Beispiel «Gleis Novi Sad» von TRAVA beweist: Beklatscht in Greifswald / Stralsund, war das Werk auch bei den Tanztagen Berlin ein durchschlagender Erfolg.
Vergleichbares war offenbar nach Meinung der Verantwortlichen von «Zoo» nicht zu erwarten, und deshalb setzten sie die Novität noch vor ihrer Premiere ab. Übrig blieben «Les Locataires», eine ältere Arbeit von Didier Théron, sowie ein szenisches Panoptikum, von Thomas Guggi nicht zufällig Familienalbum genannt: Denn wie eine bewegte Bilderfolge entwickelte sich seine Uraufführung Stück um Stück, eine «Gespenster»-Sonate nach dem gleichnamigen Drama Henrik Ibsens, bei der nicht nur die Zeit aus den Fugen gerät, sondern auch der menschliche Körper abzusterben droht – und damit die letzte Möglichkeit einer Kommunikation. Gruppiert um eine längliche Tafel, könnte das Ensemble ...
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At the beginning of the twentieth century, Edward Gordon Craig proclaimed that the human body should be entirely removed from the stage. He argued that the human body cannot be regarded as material to be formed, shaped and changed at will; that it can never be controlled completely. It is therefore unsuitable to serve as material for a work of art.
Craig’s...
Erste Audition für arbeitslose Tänzer: Die Hamburger Tanz-Kooperative B 12 im Medienbunker von St. Pauli schiebt ein bisher einzigartiges Projekt an. Sie will eine Hartz-IV-Kompanie gründen, für die sich Tänzerinnen und Tänzer ab 25 Jahren ohne Engagement bewerben können. Bernd Kühn, Leiter und Choreograf von B 12, stieß mit seiner Idee beim Arbeitsamt zunächst auf...
Der Preis ist längst wieder abgeschafft. Aber seine Konsequenzen kommen erst im Nachhinein richtig zum Tragen. 2003 hat sich Marco Goecke in Hamburg mit «Blushing» den Prix Dom Pérignon verdient und damit die Chance eingehandelt, für das Hamburg Ballett kreativ tätig werden zu können. Das hat der Choreograf aus dem Umfeld des Stuttgarter Balletts inzwischen auch...
