Thomas Frank und Heiko Pfost

Zwei Ber­liner gründen in Wien die Brut

Tanz - Logo

Thomas Frank und Heiko Pfost sind die neuen Macher der Wiener «Brut». Das war der Name der Foyerbar, als dieses Haus der «alternativen Szene» noch dietheater genannt wurde. «Wie klingt das aber, wenn ich versuche, die Tanzszene international bekannt zu machen und dann telefoniere: I am calling from die theatre?», sagt Thomas Frank, ehemaliger Dramaturg der Berliner sophiensæle. Er und Heiko Pfost, der sich u. a.

bei der Zwischennutzung des Palasts der Republik in Berlin und beim steirischen herbst in Graz einen Namen gemacht hat, reihen die Wiener brut ein als weitere starke Tanzproduzentin neben Imagetanz, dem tanzquartier und ImpulsTanz. Mit auf der Künstlerliste stehen Frans Poelstra und Robert Steijn sowie Doris Uhlig, die das Haus am 9. und 10. November neu eröffnen. Auch das Festival ImageTanz ist an der Brut angesiedelt, mit Bettina Kogler, die auch «Tiga» (für: Tanz in ganz Austria) als dortigen «Tanzplan» betreut sowie die Tanzplattform 2008 in Graz ausrichten wird. «Der Tanz ist in Wien avancierter als das Theater und besser aufgestellt, nun muss er richtig produziert werden», sagt Frank. Rückendeckung erhält die Brut (österr. für «Gesindel, Abschaum») von Angela ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz November 2007
Rubrik: Celebrities, Seite 28
von Arnd Wesemann

Vergriffen
Weitere Beiträge
Martin Schläpfer

Martin Schläpfer trennt sich vom ballettmainz und übernimmt mit der Spielzeit 2009/2010, also in zwei Jahren, die Ballettdirektion an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf und Duisburg. Der 48-Jährige tritt dann die Nachfolge von Youri Vàmos an, dessen Vertrag ausläuft. Damit ist in NRWs Landeshauptstadt nach 13 unspektakulären Jahren wieder mit innovativen...

Robert Wilson: "Die Dreigroschenoper"

So spricht der providential man hinter Claus Peymann, hinter dem Gralshüter am Berliner Ensemble, diesem Mann hinter dem Brechterbe, das er hüten lässt von einem Mann, der seit zehn Jahren hinter Peymann steht: «Was ich an Brechts Theater interessant finde, ist der Raum dahinter: Hinter dem Text steht feinste Ironie, hinter der Geschichte steht Idee, hinter den...

Lode Devos’ «Brel – Getanzte Chansons»

Links ein altes Mikrofon. Zu Klavier und Kneipengesäusel tragen auf schwarzer Szene Kellner weißes Mobiliar ins Freie. Ein Sänger erscheint nicht, dafür seine Stimme: von der Gewalt eines ganzen Orchesters. Jacques Brel, Belgiens großer Chansonnier, dem der Chemnitzer Ballettchef Lode Devos nun huldigen wird, zieht die je zehn weiblichen und männlichen Cafégäste...