The Back of Rio
Wenn Lia Rodrigues auf den Balkon ihres Apartments tritt, kann sie den Corcovado sehen, eines der Wahrzeichen von Rio de Janeiro. Die Jesus-Statue segnet mit ausgebreiteten Armen die Stadt – und Lia hat sie täglich vor Augen.
Gávea ist eins der besseren Wohnviertel von Rio de Janeiro. Die schicken mehrstöckigen Häuser sind eingezäunt, natürlich gibt es Wachpersonal, das das Kommen und Gehen registriert. Ganz in der Nähe liegt der botanische Garten, den Lia oft besucht. Alles wächst hier in verschwenderischer Fülle.
Von ihrem Zuhause im Süden macht sich die Choreografin jeden Tag auf den langen Weg Richtung Norden. Zielpunkt ist Maré, eine der Favelas von Rio de Janeiro, die sich zwischen den Expressways Linha Vermelha, Linha Amarela und Avenida Brasil ausbreitet. Vor drei Jahren hat Rodrigues ihren Probenraum nach Maré verlegt. «Die Favela ist nicht irgendwo an der Peripherie, die Favela ist überall», sagt die Choreografin. Damit drückt sie präzis das Bewusstsein der brasilianischen Kunst-Szene aus. Die Favela, ein Ort der Gewalt, wird zum Ort der Kreativität und des Widerstands.
Man sieht gleich, wann man die unsichtbare Grenze zu Maré passiert. Unter der Autobahn stehen Reihen ...
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New York ist ein verlassener Fleck Erde. Verlassen von den logischen Prinzipien.
Ein freischaffender Choreograf in New York zu sein, ist eine eingeschränkte Selbstmorderklärung. In einer Stadt mit dieser unheimlichen Choreografendichte und unzähligen erschwerenden Umständen mutiert man selbst täglich zu einer Problembewältigungsmaschine. Einerseits. Andrerseits...
Das Wasser reicht Esteban bis zum Hals, alles um ihn herum ist Welle. Sonnenlicht bricht sich im Wasser, dessen sanfte Strömungen seinen Körper wie in einem Tanz mitreißen. Langsam durchdringt es seinen Körper, beraubt ihn seiner Konturen. Alle Bewegungen verschwimmen. Jedes einzelne Molekül gehorcht einer Musik aus Myriaden von Klängen. Seine Körperteile rasen,...
The scene was rather unusual, admittedly, and strange things seem to happen just when you least expect it. I was sceptical about the experience in the first place: a journey through a virtual world. So it was even to my own surprise that after walking out of a round apparatus called BodySpin in Budapest earlier this month, part of a project called “Crash Test...
