Tanzen mit Vladimir Malakhov

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Klar, Vladimir Malakhov hat etwas zu sagen, und seine beiden Schüler scheinen davon auch zu profitieren. Drei Szenen hat der Intendant des Staatsballetts Berlin jeweils für seine in Japan produzierten «Master Lessons» ausgewählt, um die beiden Youngsters vom Tokyo Ballet nicht zu überfordern – und da das Coaching auf Englisch geschieht (mit einer ganz und gar nicht maulfaulen Übersetzerin im Hintergrund), hat auch hierzulande der Außenstehende etwas von seiner Innenschau.

Bei beiden «Stunden» geht der Meister nach demselben Schema vor: Erst blendet er beispielhaft eine Vorstellung mit Diana Vishneva («Giselle») oder Julie Kent («Schwanensee») ein. Um anschließend mit Chika Saeki und Naoyoshi Nagase nicht bloß das Schrittmaterial eines romantischen Balletts zu proben, sondern auch den emotionellen Ernstfall. Nicht Perfektion macht einen Pas de deux vollkommen, Wahrhaftigkeit erreicht ein Ballett erst durch den Blickkontakt der beiden Interpreten, durch das rechte Timing ihres Tanzes – überhaupt durch ein Gefühl, das sich dem Zuschauer erst mitteilen muss. Malakhov wechselt ständig zwischen den Rollen hin und her, und wie der Zettel in Shakespeares «Sommernachtstraum» würde er auch ...

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Tanz Oktober 2009
Rubrik: Praxis, Seite 65
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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