Tanz für alle

Mateusz Bogdaniwicz

Tanz - Logo

Noch bis Ende Februar läuft das Projekt «Tanz ist für alle da» von Mateusz Bogdanowicz in Essen. Der Tänzer des Folkwang Tanzstudios (FTS) «möchte den Tanz zu den Menschen bringen». Dafür lädt er Performer*innen aus verschiedenen Ländern ein, in Workshops mit lokalen Gruppen zu arbeiten, die normalerweise nichts mit Tanz zu tun haben. Zurzeit sind das der Spanische Elternverein und die ZWAR-Gruppe («Zwischen Arbeit und Ruhestand») Essen-Bergerhausen. «Wir hatten uns über ein anderes Projekt kennengelernt.

Mit Tanz treten wir nun in einen Dialog; es geht um Begegnung, aber auch um Bewegung», sagt der 1994 in Polen geborene Tänzer, der nach seinem M.A. in Tanz an der National Academy of Theatre Arts in Krakau an der Folkwang Universität der Künste ein Studium der Tanzkomposition/ Choreografie anschloss.

In dieser Zeit begann er auch sein Projekt «Tanz ist für alle da». Bogdanowicz möchte sich als Tänzer in die Gesellschaft einbringen und verschiedene Tanz- und Bewegungsstile popularisieren. Zweimal die Woche lädt er nun Kolleg*innen ganz unterschiedlicher Kulturen, aus Afrika, China, Korea, Kuba, Peru, Spanien, Brasilien und Österreich, in die Gruppen ein. «Jeder bringt den Tanz aus ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Februar 2024
Rubrik: Praxis, Seite 64
von Marion Meyer

Weitere Beiträge
Offene Wunden

Die Kulturszene hat ein Problem mit Antisemitismus. Nicht erst, seit Stefanie Carps «Ruhrtriennale»-Intendanz 2018 vorzeitig endete, weil sich ihr Programm als massiv vom scharf israelfeindlichen BDS (steht für «Boycott, Divestment, Sanctions» gegenüber Israel) beeinflusst erwies. Nicht erst, seit das Berliner Musikfestival «Pop-Kultur» ins Kreuzfeuer zwischen...

Cathy Marston «Jane Eyre»

Nebel, alter Abstraktionsmeister: Ausstatter Patrick Kinmonth hat auf den Gazevorhang einen Hügel gemalt, typisch fürs nordenglische Moor durchzogen von kleinen Steinmauern, um die Schafweiden abzugrenzen. Die Mauern verschwimmen im Nebel und erinnern so an Schnüre, an denen die handelnden Figuren hängen wie Marionetten. Charlotte Brontës «Jane Eyre»: ein...

Vermischtes 2/24

Tanz in der Cloud
Hamburg Ballett
Das Prinzip ist so einleuchtend, dass man sich fragt, weswegen bislang noch niemand auf diese Idee gekommen ist: John Neumeiers Hamburg Ballett archiviert Material zum Repertoire der Kompanie in einer Videoplattform namens «Dancing Cloud». Aufführungen und zunehmend Proben werden aus teilweise unterschiedlichen Perspektiven...