Sylvain Émard: «Wave»

Glasgow

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Sylvain Émard zeichnet ein zierlicher und sehr zentrierter Bewegungsstil aus. Der aus Montréal stammende Choreograf bleibt ihm und in «Wave» auch seinem Thema treu. Sein Interesse gilt in sich geschlossenen Welten und der Frage, wie das Außen darauf einwirkt.
Zum ersten Mal arbeitet er mit den fünf Tänzerinnen Karissa Barry, Sarah Mur-phy, Erika-Leigh Stirton, Catherine Viau und Megan Walbaum. Ihren Körpern entlockt er feinste Details und ihrer weiblichen Geschmeidigkeit eine ausdrucksstarke Dynamik.

Akribisch wird der Raum ausgemessen, Präzision und Kraft betont, wann immer die Frauen ihre Hände wie Werkzeug drehen, mit ihren Armen schaufeln und ihre Beine wie Hämmer zu Boden rammen.
«Wave» ist der dritte Teil von Émards Trilogie «Klimatologie des Körpers», in der er zeigt, wie Kräfte von außerhalb uns verändern. Die letzten fünf Jahre hat er sich dieser Frage nach den Einflüssen gewidmet: im ruhigen, poetischen Duo «Pluie» 2004 und im düsteren Sextett «Temps de chien» ein Jahr später. «Wave» suggeriert ein Kontinuum und meint, auf den Tanz angewandt, eine sich ins Unendliche fortpflanzende Bewegung. «Wave» geht noch darüber hinaus, der Titel assoziiert ebenso Geräuschwellen und ...

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Tanz März 2009
Rubrik: Der Kalender, Seite 48
von Philip Szporer

Vergriffen
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