stimme und tanz: Patricia Bardi
Sie lacht viel, fegt durch den Raum, dirigiert ihre Leute mit den Augen – und ihrer Stimme. Ihre Schülerinnen, Frauen jedes Alters, stehen im Kreis und tönen: Vokale, Lautverbindungen, Fantasieworte. «Nimm auf, was sie macht, und verändere es dann. Gib es weiter an die Nächste!» Wie eine gesungene, laute «Stille Post» läuft die Melodie im Kreis. «Reagiert mit dem Körper darauf», fordert Bardi und sagt: «Es gibt eine wesentliche Beziehung zwischen Körper und Stimme. Hier bringen wir die Stimme zur körperlichen Präsenz. Ich suche nach dem Dialog zwischen Klang und Bewegung.
»
Mit Tänzern versucht sie, Bewegungsfluss und Bewegungsinitiation voneinander zu unterscheiden. Viele verwechselten das, aber der flow des Körpers könne ein Sound sein, der seine eigene Dynamik in der Bewegung habe. Es gehe darum, zwischen Klang und Bewegung interagieren zu können, nicht das eine durch das andere repräsentieren zu lassen. «Don’t overmotorize!», ruft sie den Tänzern zu; eine direkte Entsprechung zwischen Ton und Geste will sie nicht.
Patricia Bardi ist Spezialistin für Stimme, Klang und Bewegung. Als Tänzerin, Pädagogin, Körpertherapeutin arbeitete sie im Wohnzimmer von Bonnie Bainbridge Cohen an ...
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