Still untitled
Die Last der niedrigen Decke wiegt schwer, der Raum ist kühl, während draußen die Sonne brennt. Ungefähr zehn Leute haben sich an diesem Sonntagmorgen in einem gewölbeartigen, von Säulen gestützten Raum im Keller des Krameramtshauses eingefunden, in dem die niederländische Bibliothek zu Münster ihren Sitz hat. Wir alle sind neugierig darauf zu erfahren, wie wir unsere eigene Skulptur verkörpern können – so die Ankündigung des Workshops von Xavier Le Roy, der ihm Rahmen der «Skulptur Projekte Münster 2017» stattfindet.
Wir lernen uns kennen, gehen im Raum umher, geben uns die Hand, stellen uns vor und blicken uns in die Augen. Anschließend teilen wir uns in Gruppen auf, sprechen mit unseren Gruppenleitern über Skulpturen, die wir gesehen haben, und versuchen uns auf diese Art langsam der Vorstellung von einer Form anzunähern. Jeder soll an eine Skulptur denken. Ich stelle mir eine minimalistische Skulptur von Donald Judd vor. Andere denken an Giacomettis «Schreitenden Mann» oder Rodins «Denker». Welchen Aspekt der Skulptur wollen wir verkörpern? Finden wir dafür Übersetzungen? Haltungen? Bilder? Ich konzentriere mich auf den Aspekt der Gegenläufigkeit. Indem ich versuche, oben und ...
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In nicht wenigen Staaten dieser Welt sieht es doch so aus: Wenn du dein Wohnzimmer zur unabhängigen Republik erklärst, musst du Barrikaden bauen und die Belagerung durch Scharfschützen einkalkulieren; wenn du dort ein Tonstudio betreibst, aber deine Songs den Herrschern missfallen, wenn du gar eine populäre Protestmusik erfindest – dann endest du als politischer...
Er war der erste Neuzugang, den das Wuppertaler Tanztheater nach dem Tod von Pina Bausch aufnahm – und Paul White machte sich so gut in deren Stücken, dass der Australier, der ursprünglich für eine Auszeit nach Berlin gekommen war, vielen auffiel: 2014 wählten ihn Kritiker bei der Umfrage dieser Zeitschrift zum «Tänzer des Jahres». Als athletischen, starken...
