Staatsballett Berlin
Hoffnung, das ist die Erwartung, dass etwas Positives eintreten wird. Insofern ist mein Hoffnungsträger das Staatsballett Berlin. Auch wenn die Zukunft hier wirklich erst noch beginnen muss. Aber das Staatsballett Berlin trägt jetzt, nach drögen Jahrzehnten, nach brutalen Einsparungen und der Fusionierung von vormals drei Ballettkompanien zu einer einzigen, nach der zehnjährigen Intendanz von Vladimir Malakhov (der das Ballett zwar rettete, aber mit dem es dann doch sehr mittelmäßig dahindümpelte) und nach der traurigen vierjährigen Intendanz von Nacho Duato endlich Zukunft in sich.
Sasha Waltz und Johannes Öhman übernehmen eine stabil funktionierende Truppe, die aber dringend ein neues Image und vor allem viel neue Tanzkunst braucht. Die beiden fangen sehr vorsichtig und sehr klassisch an in der neuen Saison (bzw. startet Öhman ja erst einmal allein, Sasha Waltz ist dieses Jahr noch mit dem 25-jährigen Jubiläum ihrer eigenen Kompanie Sasha Waltz & Guests beschäftigt).
Klassisch soll und muss das Berliner Staatsballett auch bleiben. Nur die großen Ensembles, von denen es ja nur sehr wenige gibt, können das klassische Erbe bewahren. Aber hallo? Es gibt so viel darüber hinaus. Die ...
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Tanz Jahrbuch 2018
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 173
von Michaela Schlagenwerth
Wenn Alexandre Paulikevitch aus dem Haus geht, gibt er sich aufreizend weiblich. So sieht es zumindest der Großteil der Männer in den Straßen seiner Heimatstadt Beirut, wo Paulikevitch für seine Lockenpracht, seine Haltung und seine Kleidung ausgiebig beschimpft wird. «Das ist so, seit ich mein Auto verkauft habe, um mein Stück finanzieren zu können. Seitdem muss...
Die Dresdnerin hat von 1990 bis 1996 an der Palucca Hochschule für Tanz studiert. Dann zog es sie in die Tanzwelt, vornehmlich zu Frédéric Flamand nach Frankreich. Fast zehn Jahre war sie beim Ballet National de Marseille als Solistin engagiert, tanzte in Choreografien von Richard Siegal, Emanuel Gat, Annabelle Lopez Ochoa, Pascal Touzeau oder Yasuyuki Endo. Sie...
Für mich ist Heimat natürlich mein Geburtsland, die Tschechoslowakei, und: ihre Landschaft, ihre Sprache (Tschechisch und Slowakisch), ihre Literatur (Karel Čapek, Jaroslav Seifert, Bohumil Hrabal, Milan Kundera), ihre Musik (Antonín Dvořák, Bohuslav Martinů, Leos Janáček), ihre Volks-tänze und die Malerei (František Kupka, Josef Šíma, Jan Koblasa, Zdeněk Sýkora)....
