Staatsballett Berlin
Hoffnung, das ist die Erwartung, dass etwas Positives eintreten wird. Insofern ist mein Hoffnungsträger das Staatsballett Berlin. Auch wenn die Zukunft hier wirklich erst noch beginnen muss. Aber das Staatsballett Berlin trägt jetzt, nach drögen Jahrzehnten, nach brutalen Einsparungen und der Fusionierung von vormals drei Ballettkompanien zu einer einzigen, nach der zehnjährigen Intendanz von Vladimir Malakhov (der das Ballett zwar rettete, aber mit dem es dann doch sehr mittelmäßig dahindümpelte) und nach der traurigen vierjährigen Intendanz von Nacho Duato endlich Zukunft in sich.
Sasha Waltz und Johannes Öhman übernehmen eine stabil funktionierende Truppe, die aber dringend ein neues Image und vor allem viel neue Tanzkunst braucht. Die beiden fangen sehr vorsichtig und sehr klassisch an in der neuen Saison (bzw. startet Öhman ja erst einmal allein, Sasha Waltz ist dieses Jahr noch mit dem 25-jährigen Jubiläum ihrer eigenen Kompanie Sasha Waltz & Guests beschäftigt).
Klassisch soll und muss das Berliner Staatsballett auch bleiben. Nur die großen Ensembles, von denen es ja nur sehr wenige gibt, können das klassische Erbe bewahren. Aber hallo? Es gibt so viel darüber hinaus. Die ...
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Tanz Jahrbuch 2018
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 173
von Michaela Schlagenwerth
Lorenzo Trossello hat einen jener überirdisch proportionierten Körper, die den Gedanken nahelegen, er stehe mit Gott auf ganz besonders gutem Fuß: hochgewachsen, muskulös, mit breiten Schultern und kräftigen Beinen, dazu ein ideales Bühnengesicht mit großen dunklen Augen, markanter Nase und gewinnendem Lächeln. Seit seiner Aufnahme am Northern Ballet in Leeds im...
Nach seiner Ausbildung in klassischem und zeitgenössischem Tanz in Italien und Frankreich zog Dario Tortorelli 2001 in die Niederlande. Hier arbeitete er u. a. mit den Choreografinnen Conny Janssen, Ann Van den Broek und Lucinda Childs sowie mit der Kompanie Introdans zusammen. Seit Beginn seiner eigenen choreografischen Tätigkeit und der Suche nach dem perfekten...
Es ist sicher kein Zuckerschlecken, in der norddeutschen Provinz die Fackel des Tanzes an einem Siebenspartenhaus mit vier Spielstätten und 20 Millionen Euro Etat am Flackern zu halten. Vor allem, wenn man als gebürtiger Pariser den Glanz des dortigen Ballet de l’Opéra erlebt hat. Doch Antoine Jully, der als Tänzer in seiner Heimatstadt und beim Royal Ballet London...
