Lorenzo Trossello
Lorenzo Trossello hat einen jener überirdisch proportionierten Körper, die den Gedanken nahelegen, er stehe mit Gott auf ganz besonders gutem Fuß: hochgewachsen, muskulös, mit breiten Schultern und kräftigen Beinen, dazu ein ideales Bühnengesicht mit großen dunklen Augen, markanter Nase und gewinnendem Lächeln. Seit seiner Aufnahme am Northern Ballet in Leeds im September 2016 hat er sich rapide weiterentwickelt und wird demnächst die Prinzenrolle im «Nutcracker» sowie die Partie des D’Artagnan in David Nixons «The Three Musketeers» übernehmen.
Und das als einer der jüngsten Tänzer im gesamten Ensemble. Da sich auch noch der 50. Geburtstag des Northern Ballet nähert, wird Trossello anlässlich des Kompaniejubiläums diverse weitere leading roles in -Nixon-Balletten bekleiden.
Trossello kam in Crova unweit der Stadt Turin als Sohn eines Ex-Rallye-Fahrers auf die Welt. Im Alter von acht Jahren besuchte er die Accademia Teatro alla Scala, sein Tutor war Paolo Podini. Trossello blieb vier Jahre an der Scala-Schule, bevor er seine Ausbildung drei weitere Jahre lang an der Londoner Royal Ballet School fortsetzte, wo der unbestechliche Paul Lewis sein Lieblingslehrer war. Zu Trossellos ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Jahrbuch 2018
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 175
von Mike Dixon
1. Aufführung des Jahres / Production of the Year
2. Choreograf/in des Jahres / Choreographer of the Year
3. Tänzerin des Jahres / Female Dancer of the Year
4. Tänzer des Jahres / Male Dancer of the Year
5. Kompanie des Jahres / Company of the Year
6. Erfreulich war ... / Positive development
7. Ärgerlich war ... / Negative development
Ora Brafman, Tel Aviv, Jerusale...
Manche leiden bei den konzeptbetonten Catwalk-Tänzen von Trajal Harrell, die sich um Tanz und Mode, Körper und Kleidung drehen – und durchaus schräg zugeschnitten daherkommen. So verließ in Harrells ers-ter «Tanz im August»-Aufführung von «Antigone Sr.», Teil seiner «Twenty Looks or Paris is Burning at The Judson Church»-Serie, der halbe Saal den Ort des Geschehens...
Unter den vielen klugen, charmanten Momenten des Duetts «The Way You Look (at me) Tonight» gibt es eine Szene, in der die schottische Tänzerin Claire Cunningham ihrem amerikanischen Kollegen Jess Curtis erklärt, wie man eine Krücke am besten auf dem Boden justiert, um mit den Beinen – schwups – um sie herumzuschwingen oder die Hand so geschickt an die Gehhilfe...
