Sinn und Sinnlichkeit
Dieser junge Mann fühlt sich wohl in seiner Haut. Er verströmt ein natürlich-entspanntes Körpergefühl. Zugleich lässt seine energiegeladene Ausstrahlung springlebendige Bilder erstehen, zum Beispiel vom bunten Trubel eines Wanderzirkus samt dem dazugehörigen Personal von Starkem Mann, Trapezkünstlern, Clowns und Jongleuren. Marcelino Sambé trägt einen grauen Velours-Pullover, dazu passende Jazz-Pants. Im Gespräch flackert immer wieder sein breites Grinsen auf, er zeigt es oft und nimmt kein Blatt vor den Mund.
Im Schnellschritt nach ganz oben
Eben ist er von einem zweiwöchigen «Giselle»-Gastspiel aus Lissabon zurückgekehrt. Sambé liebt das typische Licht seiner Heimatstadt, wie es Gesichter zum Erstrahlen bringt. Auch die der Familie Barroso, die ihn als kleines Kind adoptierte und die er gerade wiedergesehen hat. Seine Geschichte ist inspirierend, persönlich wie beruflich. Trotz einer zunächst vollkommen ballettfernen Kindheit hat es Marcelino Sambé geschafft, bei den einschlägigen internationalen Wettbewerben in Lausanne, Jackson (Mississippi) und Moskau auf sich aufmerksam zu machen. Im Alter von acht Jahren tanzte er ohne jede balletttechnische Vorbildung am Conservatório ...
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Tanz Juli 2023
Rubrik: Menschen, Seite 27
von Mike Dixon
Die Muffathalle ist voll, die Erwartungen sind groß: Auf dem Programm steht zur Festivaleröffnung der Tanzbiennale «DANCE» in München – der sechsten und damit letzten Ausgabe unter der Leitung von Nina Hümpel – ein neuer Ostruschnjak. Seit nunmehr zehn Jahren in München, hat sich der ehemalige Breakdancer Moritz Ostruschnjak, ein gesellschaftskritischer Kopf und in...
Mit seiner großen Statur stach er unübersehbar heraus. Der Tänzer Frank Fannar Pedersen fiel in Richard Wherlocks Basler Company auf den ersten Blick mit seiner Größe auf, auf den zweiten mit seiner tänzerisch starken Ausstrahlung. Acht Jahre lang war er Teil des Balletts Basel und hat in dieser Zeit häufig solistische Rollen getanzt. Genau so, erzählt Pedersen,...
DIE 7 TODSÜNDEN
Es ist ein Coup, was Eric Gauthier da im vergangenen Jahr gelang: Sieben namhafte Choreograf*innen gestalten «Die 7 Todsünden» (tanz 6/22). Aszure Barton, Sidi Larbi Cherkaoui, Sharon Eyal & Gai Behar, Marco Goecke, Marcos Morau, Hofesh Shechter und Sasha Waltz lieferten jeweils ein Kapitel des sensationellen Abends, der dazu beitrug, dass die am...
