Simon Rattle
Es ist ja nicht unbedingt so, dass die Berliner Philharmoniker in den letzten Jahrzehnten als besonders unelitäres Orchester-Kollektiv aufgefallen wären. Und nicht alle Mitglieder des Traditionsklangkörpers mögen gleich Feuer und Flamme für die sozial-pädagogische Ader ihres Chefdirigenten sein. Ohne Simon Rattle hätte es die Education-Arbeit bei den Berliner Philharmonikern so nicht gegeben. Auch nicht die Publizität und Breitenwirkung, für die man als Angehöriger einer kulturellen Minderheit einfach dankbar sein muss.
Sir Simon hat mit dem Choreografen Royston Maldoom Schülerprojekte wie die von Zukunft@BPhil aus der Nische des guten Willens herausgeholt. Er hat der vielbeschworenen Förderung des Nachwuchses ein bisschen Glamour und professionelle Qualität verliehen. Die Erfolge der Projekte «Sacre», «Daphnis und Chloé» und «Feuervogel» und des Films «Rhythm Is It!» sind ein unerwartetes Geschenk für die Zukunft des Tanzes. Damit Jugendliche in ein paar Jahren vielleicht noch wissen, wer Strawinsky und die Berliner Philharmoniker waren.
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