«Oh Magic»; Foto: C. Lessire
Simon Mayer
Simon Mayer stammt aus einem kleinen Ort im Innviertel, aus dem er auszog, um die Welt des zeitgenössischen Tanzes zu erobern: als Tänzer, Choreograf, Performer, Schauspieler, Musiker und Bühnenbildner.
Zurückgekehrt ist er, um sich mit Fragen zu beschäftigen, die durchaus aktuell sind und auf verschiedensten Wahlplakaten stehen könnten: «Was ist Heimat? Wem gehört die Tracht? Warum wird in der Kirche nicht getanzt? Warum wird der Volkstanz bei uns so selten mit Spiritualität verbunden?» Wenn Mayer für seine Stücke recherchiert, geht er schon mal auf Reisen, um zu beweisen, dass wir nicht die Einzigen sind, die sich beim Tanzen auf die Schenkel klopfen, oder dass Schuhplattler-Workshops auch in Chile großen Anklang finden. Er geht zu Treffen der Landjugend und der bayerischen «Goaßlschnoiza», die lange Peitschen schwingen, wobei durch eine schnelle Richtungsänderung ein lauter Knall entsteht. Dass er die Kunst des «Goaßlschnoizns» selbst beherrscht, beweist er in «Sons of Sissy», einer seiner erfolgreichsten Performances. Da schwingt er die Peitsche im Rhythmus – nackt. Wie sonst?
Simon Mayer, was war zuerst da: Tanz oder Musik? Ich bin mit meinen beiden Brüdern auf einem ...
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Tanz November 2017
Rubrik: Menschen, Seite 27
von Susanne Zellinger
Sie ist die «Queen of Screams». Kein Ballett von Erna Ómarsdóttir, das nicht auch eine Kreisch-Operette wäre. Schmerzensschreie, Lustschreie, Angstschreie, Freudenschreie, Zornschreie, Stimmerkundungsschreie, Monsterschreie, Babyschreie, Irrenschreie ... Ómarsdóttir lehrt mit ihrer Iceland Dance Company die Kunst der Differenzierung auch beim Geplärr, und das ist...
Highlights November 2017
Berlin, Hamburg
Nordwind
ist ein sehr spezielles Festival. Es bringt arktische, afrikanische, deutsche und skandinavische Künstler zusammen: So tanzt u. a. das Personal von Constanza Macras «Electrodomestics», co-choreografiert hat Adham Hafez aus Ägypten. Athi-Patra Ruga aus Südafrika zeigt die Uraufführung von «The BEATification of Feral...
Da fehlt eine schlüssige «Choreografie». Das schreibt der Kurator, Projektentwickler und Spezialist für den öffentlichen Raum, Markus Ambach. Und zwar mit Blick aufs Bahnhofsviertel von Düsseldorf. Was da um den zwanziggleisigen Hauptbahnhof herumsteht und architektonisch wuchert, hat nie jemand ein «Viertel» genannt. Es ist einfach «die Bahnhofsgegend». Das klingt...
