Silvia Gribaudi «Grand Jeté»

Freiburg

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Was im zeitgenössischen Tanz eine eher seltene Haltung zu sein scheint, ist für die Arbeiten der italienischen Choreografin Silvia Gribaudi nachgerade charakteristisch: Ironie. Ob in ihren Solos wie jüngst in «Suspended Chorus», oder in ihren Gruppenstücken, etwa dem europaweit erfolgreichen «Graces» – Gribaudi findet immer einen Weg, die Laune ihres Publikums zu heben und es zum Mitmachen und Nachdenken anzuregen.

Das gilt auch für «Grand Jeté», eine von Michele Merola für zehn Tänzer*innen seiner MM Contemporary Dance Company bei Gribaudi in Auftrag gegebene Kreation, in der die Choreografin selbst als elfte Performerin, quasi als Dea Ex Machina, am Bühnengeschehen teilnimmt. Am Theater Freiburg erlebt das Stück nun seine deutsche Erstaufführung. Der Titel deutet es bereits an: Ausgangspunkt der Choreografie ist der virtuoseste aller Sprünge im klassischen Ballett – ein kraftvoller Satz in die Luft, an dessen Ende der Körper früher oder später wieder auf dem Boden landet. «Retomber» (frz.: «wieder fallen») ist schließlich ein Leitmotiv in unser aller Leben, bei dem es vor allem darauf ankommt, die Kraft aufzubringen, wieder aufzustehen. Wie eine Ballettmeisterin bleibt Gribaudi ...

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Tanz März 2026
Rubrik: Kalender, Seite 40
von Maria Luisa Buzzi

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